Empfehlen | Drucken | Kontakt03.11.2009 - 17:24 Uhr

Museum Morsbroich: Das Museum des Jahres

Von Florian Schwiegershausen
Museumsdirektor Dr.Markus Heinzelmann steht zwischen einer Lichtskulptur von
Arthur Luther auf dem Museumsgelände.
Museumsdirektor Dr.Markus Heinzelmann steht zwischen einer Lichtskulptur von Arthur Luther auf dem Museumsgelände.
Foto: Uwe Weiser

Die Ausstellungen haben Deutschlands Kunstkritiker überzeugt. Sie wählten im September das Museum Morsbroich zum Museum des Jahres 2009. Für künftige Ausstellungen ist diese Auszeichnung Gold wert.

Klein, aber fein – so lässt sich das Museum Morsbroich beschreiben. Ähnlich sieht es Direktor Dr. Markus Heinzelmann: „Wir sind nicht das Kölner Museum Ludwig und auch nicht das K20K21 in Düsseldorf. Dazwischen wollen wir mit unseren Ausstellungen eigene Akzente setzen.“ Die Auszeichnung zum Museum des Jahres 2009, verliehen vom Internationalen Kunstkritikerverband AICA, bestätigt den Weg des Direktors und seiner 19 Mitarbeiter. Ausschlaggebend waren die vergangenen Ausstellungen mit den „Übermalten Fotografien“ von Gerhard Richter sowie die Werkschau mit Fotografien von Candida Höfer, die ebenfalls in Köln lebt.

„Den Künstlern macht es Spaß, mit dem Gebäude zu arbeiten“, fügt Heinzelmann hinzu. Und Künstler vergessen nicht. „1967 hat das Museum das erste Bild von Gerhard Richter erworben.“ Heute gehören der Sammlung 400 Gemälde und Skulpturen sowie 5000 druckgraphische Werke.

Für das Museum zahlt sich die Auszeichnung aus. „Das macht es schon leichter, Werke von anderen Museen auszuleihen“, schätzt der Museumsdirektor. Bis 2011 sind bereits alle Ausstellungen durchgeplant. Am 24. November öffnet die Schau „Slow Paintings“. Dabei geht es um Bilder mit langem Entstehungsprozess. So addiert der Lasurmaler Ad Reinhardt bis zu 100 Farbschichten pro Bild.
In Zukunft soll das Museum übrigens einen großen Springbrunnen als Kunstwerk erhalten - bei dem können sich die Besucher ins Wasser stellen.

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