Und viele der jungen Leute stehen auf Rapmusik! Doch beides zusammen? Nicht möglich? Oh doch! Kölsch-Rap ist der neueste Schrei. Ein Phänomen, das so neu gar nicht ist, aber jetzt auflebt.
Und mit dafür verantwortlich sind Mirko Polo, Def Benski und Paco Mendoza!
Mit dem Hit "KÖLLE!"" sorgen die Kölner Rapper aktuell für viel Wirbel. Mit einem Mix aus Brass Band Sound und kölscher Sproch haben der 28-jährige Mirko Polo und sein Team einen interessanten Spagat hinbekommen. Produziert wurde das Ganze von Til Schneider (Tailormade), der Sousaphon, Posaune und Trompete einspielte und Niklas Schneider sitzt an den Drums.
"Es sollte zunächst gar kein kommerzieller Song werden. Wir wollten einfach nur unserer Liebe zu Köln Ausdruck verleihen", erklärt der Ethno-Musikologe. Sein "Mittäter" Def Benski, der auch als Rapper mit der Firma ("Die Eine") unterwegs ist, teilt als Porzer Jung' die Köln-Leidenschaft. Das Trio ergänzt Paco Mendoza (von der Band "Raggabund"), der in Köln Regionalwissenschaften mit Bezug auf Lateinamerika studierte und seit seiner Jugend begeisterter Sänger und Liedschreiber ist.
Die Kölsche Sproch kütt von de Jroßeltern.
Und warum rappt Mirko Polo ausgerechnet auf kölsch? "Das gehört sich doch für eine kleine Hommage an Kölle, ming Heimat, so. Meine Großeltern haben mir das Kölsch beigebracht. Ich hatte aber schon immer eine große Affinität zu meiner Heimatsprache. Und mein Urgroßvater Gustav Flögel war schon in den 50er Jahren mit der Combo "De Radiesche" unterwegs", verrät der Trendsetter.
Und auch im Video ist zu sehen, dass der Kölsch-Rap in der Stadt gut ankommt. Denn neben Tommy Engel, Henning Krautmacher und vielen Jecken ist auch Hermann Rheindorf im Video dabei. Der ist in der kölschen Musikszene als Cool Muul bekannt ist und für koelngrogramm.de zuständig ist. "Er hat viele Promis bei Arsch Huh angesprochen. Sowas hilft natürlich", so Mirko Polo, der als Gründer der Rapgruppe "Bastlaz" 2013 mit neuem Album am Start sein wird..
Mit dem Song "KÖLLE!" reihen sich die Jungs in die Historie der Kölsch Rap-Veteranen Chicken Jorge, Rude Poets, Scopemann und Cool Muul ein. "Die Szene gibt es länger als man denkt. Kölsch-Rap ist keine Seltenheit", sagen die Jungs, die mit den Büdche Boys oder Eigelstein Royal in bester Gesellschaft sind.
Süper rockt die Hauptstadt
Das kölsche Urgestein war auf Vermittlung seines Freundes und Beraters Reiner Ostertag in die Hauptstadt gekommen - und rockte Berlin vor rund 200 Zuschauern.
Kasalla singen ein Liebeslied für den Rhein
Das Besondere: Im gesamten Song „Der Fluss“ kommen keine kölschen Floskeln vor - und dennoch trifft das Lied über den Rhein mitten ins kölsche Hätz!
Micky Brühl singt bei Paveier-Sause
Eigentlich hat Brühl noch bis zum 30. Juni Auftrittsverbot, doch nun darf er erstmals in Köln spielen. Und das ausgerechnet zum 30. Geburtstag seiner Ex-Band.