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Kölner Musik
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Die Brings Kolumne: „Frag nicht, was die Stadt für dich tun kann“

Von
Peter bringt es in seiner Kolumne auf den Punkt.
Peter bringt es in seiner Kolumne auf den Punkt.
 Foto: Herbert Bucco
Köln –  

Logisch, wir sind eine ziemlich große Stadt, seit kurzem gar Millionenstadt. Sicher, mer han all et selve Bloot. Und ja, et hät och immer jot jejange. Aber gerade mit dem noch relativ frischen Eindruck des „Arsch-Huh-Jubiläums“ frage ich mich, ob es das jetzt schon wieder war mit dem tollen Solidaritätsgedanken.

Wenn sich 80.000 Menschen zusammenfinden, um zu zeigen, dass ihnen ihre Stadt etwas bedeutet und dass man nicht akzeptieren möchte, dass manche eben nicht so am Kölner Lebensgefühl teilhaben können, muss es doch einen nachhaltigeren Effekt geben, als dass andere Städte mit neidvollem Blick ihre Anerkennung zollen.

Ich finde, wir Kölner sollten den bevorstehenden Jahreswechsel nutzen, uns gegenseitig zu versprechen, aufeinander aufzupassen und das banale „Mer ston zesamme“ in Taten umzumünzen.

Wie wör et, wenn mer selver jet deiht?

Ja, wie wör et, wenn sich jeder Kölner am 31.12. vornimmt, sich für seine Stadt einzusetzen, statt um 0 Uhr pathetisch die wirklich! aller! letzte! Kippe zu rauchen, das letzte Kölsch bis Ostern/Pfingsten/Weihnachten zu trinken und sich tränenreich von Blootwoosch, Hämmchen un Halve Hahn zu verabschieden.

Reicht doch schon, wenn man 2013 mal für den fußkranken Nachbarn einkaufen geht. Wenn man der kinderreichen Familie nebenan seine Hilfe bei was auch immer anbietet. Wenn man sich im Volksgarten bückt, um ’ne Bierdose in den Eimer zu befördern, statt mit „Han-ich-nix-mit-ze-don-Miene“ dran vorbeizuschlendern.

Wie wör et, wenn man sich einmischt, wenn es in der U-Bahn Stress gibt und alle wegschauen. Es darf auch gerne etwas mehr sein: Engagiert euch in sozialen Projekten, organisiert Nachbarschaftsfeste, begleitet Ferienzeiten für Kinder aus sozial schwachen Familien! Lasst uns alle überlegen, was wir tun können, um Köln zu einer wirklich emphatischen und damit liebenswerten Stadt zu machen.

Ein Grämmchen Nächstenliebe und Engagement pro Kölner macht in der Summe schon eine Tonne Freundschaft für uns alle. „Häste och kei Jeld, dat es janz ejal, drink doch mit un kümmer dich nit drüm!“ Wär doch schön wenn das zum Kölner Wahlspruch würde...

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