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Von der „Luftflotte“: Zoll beschlagnahmt diese Karnevals-Uniform

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Diese Litewka wurde einkassiert. Wem sie gehört, ist unklar.
Diese Litewka wurde einkassiert. Wem sie gehört, ist unklar.
 Foto: Zoll
Köln –  

Steuereintreibung raderdoll! Der Zoll hat eine komplette Uniform der ehrwürdigen Karnevalsgesellschaft „Luftflotte“ konfisziert und versteigert das gute Stück (neu kostet sie 500 Euro) jetzt im Internet. Anfangsgebot: schlappe 20 Euro!

Zollsprecher Gerd Plinz sagt amüsiert zum EXPRESS: „Bei uns sind immer wieder viele ungewöhnliche Dinge unter dem Hammer, aber eine offizielle Karnevalsuniform hatten wir noch nie. Aber wer sie ersteigert, kann sie jetzt direkt im Fasteleer anziehen, die Session läuft ja zum Glück noch!“

Jackett, Hose, Schiffchen (Hut) und ein Karnevalsorden mit dem 2011er-Motto „Köln hat was zu beaten“ - das alles nahm der Vollstreckungsbeamte wohl einem Mitglied (Kleidergröße 54) der Luftflotte ab, das seine Schulden selbst mit Ratenzahlung nicht begleichen konnte.

Und der Zoll hat in Köln noch weitere originelle Auktionen laufen

Als Old Shatterhand in den Karneval? Wie wäre es mit einer echten Lederjacke mit Poncho im Countrystyle? Das Anfangsgebot lag bei 125 Euro.

Mal mit Champus richtig auf dicke Hose machen? Eine Flasche Dom Perignon von 1952 (!) ist ebenfalls unterm Hammer. Bei 100 Euro ging’s los.

Sich als Musikproduzent tarnen? Von der Pop-Gruppe „Sash“ wird eine Auszeichnung für 400.000 verkaufte Singles in England versteigert. Ab 50 Euro kann man einsteigen.

Plinz: „Der Beamte nimmt alles mit, was ihm verwertbar erscheint, womit er noch etwas Geld fürs Steueramt machen kann. Und das schien ihm bei der Luftflotten-Uniform der Fall. Sie fällt ja selbst im jecken Köln nicht unter die Grundbedürfnisse - wie etwa ein Fernseher, der nicht so einfach weggenommen werden darf.“

EXPRESS informierte den Sprecher der Luftflotte, legte ihm die Bilder vor. „Anhand der drei Streifen an den Ärmeln, die jeweils für fünf Jahre Mitgliedschaft stehen, ist zu erkennen, dass es sich wahrscheinlich um einen Major handeln muss“, so Dieter Schmidt.

„Die Uniform kann also um die 20 Jahre alt sein, vielleicht ist sie auch aus dem Kreise der Verstorbenen. Wir haben über 340 Mitglieder und können insofern nicht adhoc klären, wem sie gehört.“

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