Empfehlen | Drucken | Kontakt26.01.2012 - 19:47 Uhr

Sitzungen ausverkauft!: In den Sälen geht es wieder rund

Von BASTIAN EBEL, RENÉ KOHLENBERG und BASTIAN MAY
Wo er auftaucht, ist Spaß angesagt. Prinz Marcus zieht mit seinen Kollegen in volle Säle mit guter Stimmung ein.
Wo er auftaucht, ist Spaß angesagt. Prinz Marcus zieht mit seinen Kollegen in volle Säle mit guter Stimmung ein.
Foto: Klaus Michels
Köln –  

In die Säle, fertig, los: Bald ist Bergfest der aktuellen Session – und die hat es in sich. Prinz Sunnesching macht die Jecken froh, die Sitzungen sind ausgebucht, die Gesellschaften freuen sich über ein dickes Plus an abgesetzten Karten.

Wir haben schon im Sommer 70 Prozent der Karten verkauft. Das ist Rekord“, freut sich Dieter Szary von den Roten Funken. Auch die Prinzen-Garde vermeldet Zuwächse von bis zu 15 Prozent – umgerechnet also rund 1500 Tickets mehr. Sprecher Frank Niederländer: „Wir hätten Sitzungen teilweise zweifach verkaufen können.“

Klarer Fall von Trendwende: Vor vier Jahren verzeichneten nahezu alle Gesellschaften einen Rückgang der Gäste – und reduzierten deshalb die Anzahl der Sitzungen.
Woran liegt der neue Boom? „Viele Leute haben genug von schlechten Nachrichten. Sie wollen feiern“, meint Bernd Stelter. Blötschkopp Marc Metzger sieht das ähnlich: „Wir haben keine Zeit für Krise – und lassen uns die Stimmung nicht verderben.“

Akrobatik pur auf der Bühne! Hier wirbelt das Tanzpaar der Roten Funken, Pascal Solscheid und Martina Pourrier.
Akrobatik pur auf der Bühne! Hier wirbelt das Tanzpaar der Roten Funken, Pascal Solscheid und Martina Pourrier.
Foto: Zik

Kölnkongress-Chef Bernhard Conin ist als Saalbetreiber ebenfalls zufrieden. „Noch können wir keine Bilanz ziehen, aber im Gegensatz zum letzten Jahr kommen wesentlich mehr Menschen.“

Was für die Gesellschaften gut für die Vereinskasse, ist auch gut für die Wirtschaft. Laut Schätzung der Vereine gibt jeder Sitzungsgast rund 120 Euro am Abend aus – und so mancher noch was mehr: Denn mit der Eintrittskarte (ab 28 Euro), einer Flasche Wein (ca. 30 Euro), mehreren Kölsch (je 2,50 Euro), Käseigel (9,90 Euro), Garderobe, Toilette, Taxi- oder Parkkosten kommt einiges zusammen.

„Von diesen Posten fließt aber nur das Geld der Eintrittskarte und die Einnahmen aus Werbeartikel-Verkauf an uns“, rechnet Manfred Damaschke von der Ehrengarde vor. „Der Rest geht komplett an die Gastronomie.“ Und die stellt für den Fasteleer fleißig Kräfte ein. „Vor der Session sind wir zwölf Mitarbeiter, im Karneval kommen 80 bis 100 Kräfte dazu“, so Sandra Sartory. Wirtschaft, alaaf!

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