Von den Gästen, die jedes Jahr an Karneval zu Tausenden nach Köln kommen, wird in erster Linie das Bützen (Küssen) missverstanden.
Jot, es wird viel "Gebützt" zwischen Fastelovend und Aschermittwoch, auch zwischen Fremden. Damit sind aber keinesfalls wilde Knutschereien gemeint, sondern beim Bützen handelt es sich lediglich um kleine Küsschen mit gespitzten Lippen auf die Wange. Die Küsschen sind nicht als Anmache gedacht.
Sie gehören einfach dazu. So ist es auch nicht verwunderlich, das man sich dagegen nicht wehren kann.
Gebützt wird aus Dank für ein spendiertes Kölsch, für das Strüssje beim Karnevalszug oder ganz einfach zur Begrüßung bzw. zum Abschied.
Insbesondere an Fastelovend (Weiberfastnacht) hat das Bützen Hochkonjunktur. Die jecken Wiever gehen dann nämlich mit der Schere auf Männerjagd und schneiden diesen ihre Krawatte ab. Zusätzlich gibt es ein Küsschen.
Natürlich schießt so Mancher an Karneval über das ziel hinaus und geht fremd. Wer das nicht will und unangenehm angebaggert wird, der sollte nicht zögern und sich wehren. Die tollen Tage sind nämlich kein Freifahrtschein für Föttchesföhler und Sexsuchende.
An Karneval steht der Spaß im Vordergrund, also nicht ärgern lassen.
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