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Jecke Botschaft vom Aschermittwoch: OB Roters will ein Senioren-Dreigestirn

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Alaaf! Jürgen Roters möchte ein Senioren-Dreigestirn gründen, indem er die Jungfrau spielen will.
Alaaf! Jürgen Roters möchte ein Senioren-Dreigestirn gründen, indem er die Jungfrau spielen will.
Foto: Klaus Michels - Montage: Klein
Köln –  

Die Session ist vorbei? Jawoll! Aber einer präsentiert als Schlusspointe die wohl jeckste Initiative des Jahres - der Oberbürgermeister persönlich. Er will in Zukunft ein Seniorendreigestirn - und die Jungfrau soll dann Jürgen Roters alias „Ihre Lieblichkeit Jolanda“ heißen...

Warum soll nicht mal ein OB die Jungfrau spielen?“, kündigte der Westfale an. Sein ernst gemeinter Vorschlag: „Ich habe mir gedacht, dass ich neben dem großen und dem Kinderdreigestirn auch ein Seniorendreigestirn gründen kann.“

Damit, so Roters weiter, „können wir dann in Seniorenheimen auftreten.“ Seine Mitstreiter sind auch schon gefunden: Ludwig Sebus als Prinz (holte sich am Mittwoch beim Erzbischof Joachim Kardinal Meisner das Aschenkreuz ab) und Karl-Heinz Jansen als Bauer sollen das Trifolium komplettieren.

Ludwig Sebus (am Mittwoch mit Kardinal Meisner) soll das Trifolium unterstützen.
Ludwig Sebus (am Mittwoch mit Kardinal Meisner) soll das Trifolium unterstützen.
Foto: Patric Fouad

Ausgerechnet Roters, wird sich so mancher Karnevalist denken. Denn: Anfangs schien der OB so gar nicht zum jecken Köln zu passen. Seine hölzerne Rede auf der Proklamation 2011 stieß auf Kritik - in diesem Jahr gab es Lob.

Mittlerweile bestätigt der gebürtige Coesfelder selbst: „Ja, ich habe so langsam das jecke Gen in mir. Hätte ich selbst nicht gedacht, aber ich finde es gut.“

Nächste Session will Roters nicht nur politisch, sondern auch karnevalistisch etwas bewegen, in dem er den Fokus auf die Senioren richtet. Roters: „Da wären meine Mitstreiter und ich doch sehr gut geeignet. Und wir könnten auch diesen Menschen Freude bringen.“

Allerdings nur als inoffizielles Dreigestirn: „Es gibt in Köln zwei Trifolien, die auch zu alten Menschen kommen“, betont Festkomitee-Sprecherin Sigrid Krebs.

Trotzdem habe man nichts gegen die Idee. „Es gibt viele interne Dreigestirne“, so Krebs. „Da hat Herr Roters freie Hand.“

Senioren in Köln
Frauen in das Kölner Dreigestirn?

Hintergrund der Idee von Oberbürgermeister Jürgen Roters ist der demographische Wandel. Im Jahr 2009 lebten in Köln 183.467 Menschen, die älter als 65 Jahre waren.

Die Senioren machen damit bereits ein Fünftel der Kölner Bürger aus. Aufgrund der niedrigen Geburtenrate wird es künftig immer mehr Senioren in der Stadt geben.

KÖLN - Zu einer Karnevalsnachlese lädt die Antoniterkirche am kommenden Sonntag um 18 Uhr ein. Unter anderem wollen Karnevalist Günter Leitner und Brauchtums-Chef Bernhard Conin diskutieren, ob es zukünftig ein Kölner Dreigestirn mit Frauen geben könnte.

Karten, deren Erlös gespendet wird, kosten 10 Euro und sind an der Antoniterkirche, Schildergasse 57, oder an der Abendkasse erhältlich.

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