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Wirbel um Maskottchen: Wird Sharky mehr bejubelt als das KEC-Team?

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Maskottchen Sharky sah das Spruchband der Fans. Die Gruppe „Kölsch Kaos“ fordert dazu auf, auch das Team lautstark zu unterstützen.
Maskottchen Sharky sah das Spruchband der Fans. Die Gruppe „Kölsch Kaos“ fordert dazu auf, auch das Team lautstark zu unterstützen.
 Foto: Klaus Michels
Köln –  

Als Haie-Maskottchen Sharky beim Heimspiel gegen Wolfsburg am Sonntag während einer Spielunterbrechung tanzte, rasteten die Fans erneut aus. Riesenjubel um Sharky.

Doch als er die Eisfläche verlassen wollte, hielten ihm einige Fans ein Transparent entgegen. Darauf stand aus dem Englischen übersetzt: „Unterstütze dein Team, nicht dein Maskottchen.“

Am nächsten Tag twitterte sogar Haie-Kapitän John Tripp: „Lass Sharky in Ruhe!“ Wirbel um das beliebte KEC-Maskottchen! Was steckt dahinter?

Die Fan-Gruppierung „Kölsch Kaos“ hat eine öffentliche Stellungnahme zum eigens verfassten Plakat abgegeben. Darin heißt es: „Selbstverständlich richtet sich unsere Kritik nicht gegen Sharky (....), sondern viel mehr gegen das Publikum auf den Tribünen, bei denen es aus unserer Perspektive so wirkt, als ob der Auftritt unseres Maskottchens das Highlight während des ganzen Spiels darstellt.“

Kölsch Kaos fordert nun mehr Unterstützung für den Titel: „Wenn das Publikum beim Spiel so abgehen würde wie bei Sharkys Auftritt, würde das unserer Mannschaft einen ungemeinen Motivationsschub geben, der das Ziel erreichbarer macht.“

Mittwochabend gab es für Sharky und seine Show erneut Applaus von den Rängen , auch die Fan-Gruppierung „Kölsch Kaos“ schloss sich dabei nicht aus.

Was ist eure Meinung zum Thema? Diskutiert mit auf www.express.de/facebook!

Hier die komplette Erklärung von Kölsch Kaos im Wortlaut:

„Liebe Haie-Fans,
aufgrund der teilweise heftigen Kritik an unserem Spruchband "Support your team, not your mascot!!!" beim Heimspiel am Sonntag gegen den EHC Wolfsburg, möchten wir dieses Spruchband zeitnah erklären, um eventuelle Missverständnisse aufzulösen. Das Spruchband war und ist weder eine Kritik an unserem Maskottchen Sharky noch am KEC. Der KEC hat in unseren Augen das Richtige gemacht, in dem er versucht hat die Powerbreaks mit Leben zu füllen und damit großen Erfolg gehabt: Anders als in anderen Eishallen kommt Leben in die Bude. Darüber hinaus hat der KEC es in Zeiten des NHL-Lockouts und der Winterpause im Volkssport Fußball im erstaunlichen Maße verstanden diesen Hype um Sharky zu nutzen, um die Haie überregional in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Natürlich kann nicht gemessen werden, ob dies einen Einfluss auf die Zuschauerzahlen hatte, aber zumindest ist unser Verein in aller Munde. Anders als andere Vereine geht der KEC dabei mit Augenmaß vor und schaut, dass Sharky nicht verheizt bzw. zu kommerziellen Zwecken genutzt wird, wie es etwa bei dem Berliner Maskottchen der Fall ist, was man unseren Haien gar nicht hoch genug anrechnen kann. Selbstverständlich richtet sich unsere Kritik auch nicht gegen Sharky, da es wohl sehr perfide wäre, unser aller Vereinsmaskottchen anzugreifen, sondern viel mehr gegen das Publikum auf den Tribünen, bei denen es aus unserer Perspektive so wirkt, als ob der Auftritt unseres Maskottchens das Highlight während des ganzen Spiels darstellt. Das erfolgreiche und begeisternde Eishockey unserer Mannschaft scheint zur Nebensache zu verkommen, sobald Sharky auch nur einen Schritt durch das Mundloch in Richtung Eis unternimmt. Bei Kindern können wir diese Begeisterung für ein Maskottchen durchaus noch nachvollziehen, aber wenn erwachsene Menschen dauerhaft bei einem Plüschtier kreischend in Hysterie verfallen, reibt man sich verwundert die Augen. Uns ist klar, dass das Publikum in der KölnArena sehr heterogen geprägt ist und das ist auch gut so und wir gehen alle in die Arena, um einen schönen Abend zu haben. Die meisten begeistern sich am Spiel der Mannschaft, andere zudem an der Atmosphäre in der Halle und wiederum andere erfreuen sich eben auch daran, wenn Sharky seine Show hinlegt. Das verurteilen wir auch gar nicht, sondern viel mehr, wenn das Ganze eine übertriebene Hysterie annimmt, wo man sich fragt, ob die Leute da sind, um nach Jahren erfolglosen Hockeys wieder tollen Sport geboten zu bekommen oder um ein Plüschtier tanzen zu sehen. Unsere Mannschaft spielt währenddessen um wichtige Punkte im Kampf für eine gute Playoff-Platzierung und wir Fans sollten ein Stück dazu beitragen, dass dieses Vorhaben auch gelingt und die Mannschaft bedingungslos unterstützen, damit wir im Frühjahr zusammen endlich wieder die Deutsche Meisterschaft in unsere geliebte Stadt holen können. Wenn das Publikum beim Spiel so abgehen würde, wie bei Sharkys Auftritt, würde das unserer Mannschaft einen ungemeinen Motivationsschub geben, der das Ziel erreichbarer macht. Nichts anderes wollten wir mit diesem Spruchband bezwecken und wir begrüßen die Diskussion und stellen uns gerne konstruktiver Kritik zu dieser Thematik.“

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