„Als Stürmer bin ich vor das Tor gegangen, habe mit dem Schläger irgendetwas getroffen. Was genau, weiß ich gar nicht, doch plötzlich war der Puck im Netz!“ John Tripp konnte erst gar nicht realisieren, dass er seine Kelle im richtigen Moment an der richtigen Stelle hatte. Mit seinem Nachstochern erzielte er das entscheidende 2:1 gegen die Iserlohn Roosters. Die Hähnchen gegrillt. Spitzenreiter!
Felix Schütz gewann das entscheidende Bully, legte zurück auf Andreas Holmqvist. Per Rückhandschlenzer brachte er den Puck gaanz langsam in Richtung Roosters Tor, an Freund und Feind vorbei zu Matchwinner Tripp. „Der Sieg war wichtig. Es war nicht unser bestes Spiel, aber wir haben einen Weg gefunden, das ist entscheidend!“
Und sechs Sekunden vor Schluss rettete Haie-Goalie Danny aus den Birken mit einer Glanzparade den Sieg. „Er war in den entscheidenden Situationen da“, lobte Haie-Trainer Uwe Krupp, der aber zur auch Kritik ansetzte. „Wir haben heute nicht unser bestes Eishockey gespielt.“
Die Haie taten sich lange schwer. Am Ende reichte es aber für einen 2:1-Sieg gegen Iserlohn und den Sprung an die Tabellenspitze.
Foto: Klaus Michels EXPRESS KoelnIn der Tat gab es 50 Minuten Schlafwagen-Eishockey. Erst als Linienrichter Kowert, Hauptberuflich bei der Deutschen Bahn, eine Bankstrafe gegen die Haie pfiff und Ales Kranjc wenig später zusätzlich in die Kühlbox musste, kam richtige Eishockey-Atmosphäre auf. Die Haie-Fans peitschten ihr Team lautstark durch die Unterzahl – mit Erfolg und spielentscheidend, wie sich später herausstellte.
„Wir haben uns lange schwer getan, dann hatten wir ein wenig Dusel. Hauptsache drei Punkte“, freute sich Stürmer Felix Schütz. Da stand Gäste-Coach Doug Mason wohl noch unter Schock, wünschte den Gästen in der Arena „Frohe Weihnachten und alles Gute für das neue Jahr!“ Da staunte auch Krupp.
Für Noch-Haie-Boss Thomas Eichin war es das vorletzte Heimspiel. Passend zu Köln ist am Aschermittwoch Schluss. Doch ein großes Ass hat er noch im Ärmel: EXPRESS erfuhr, dass die Haie noch einen ausländischen Stürmer verpflichten wollen, jedoch keinen Kanadier. Die Verhandlungen laufen noch…
Tore: 1:0 Schütz (26.), 1:1 Fischhaber (37.), 2:1 Tripp (60.).
Schiedsrichter: Jablukov, Piechaczek (Berlin, Finning).
Zuschauer: 9604.
Strafminuten: 12 – 2.
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