Kölner Haie
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Nach 14 Jahren: Eichin zum letzten Mal auf der Haie-Bank

Thomas Eichin würde heute AbendDienstagabend zum Abschied gerne die Adler (natürlich die Mannheimer) rupfen.
Thomas Eichin würde heute AbendDienstagabend zum Abschied gerne die Adler (natürlich die Mannheimer) rupfen.
Foto: Eduard Bopp

Er wünschte sich eine kurze, unspektakuläre Verabschiedung. Es gibt einen Blumenstrauß. Zudem wird er zum Ehrenmitglied des Haie e.V. ernannt. Dann wird Thomas Eichin (46) Dienstagabend ein letztes Mal hinter der Plexiglasscheibe mit den Haien zittern.

Herr Eichin, wie emotional wird es heute Abend für Sie?

Das wird schon eine emotionale Geschichte. Aber ich höre ja nicht auf, ich fange Donnerstag schon in Bremen an. Da droht kein Loch, das geht nahtlos ineinander über. Ich hatte ja ein bisschen Zeit, mich vorzubereiten. Und: Das ist kein Abschied. Ich werde zu einigen Spielen wieder kommen.

Köln träumt von der Meisterschaft. Sehen wir Sie bei der Meisterfeier „Ihrer“ Haie?

Im Sport solltest du nicht so langfristig planen, aber ich kenne die Termine. Sollten wir im Finale stehen, werde ich ein paar Spiele sehen können. Und sollte es zu Feierlichkeiten kommen, werde ich auch daran gerne teilnehmen.

Was war Ihr Highlight, was der Tiefpunkt in 14 Jahren Haie?

Jedes Jahr war interessant, es war nie langweilig. Von 1999 bis 2008 waren wir immer Mitfavorit auf den Titel, da war immer was los. Dann kam die Krisenzeit, die auch sehr prägend war. Das waren zwei Hammer-Jahre, die ich hier niemandem mehr zumuten möchte. Aber selbst da bin ich jeden Tag gerne zur Arbeit gefahren.

Wie haben Sie die Haie nach dem Ausstieg von Heinz-Hermann Göttsch gerettet?

Ich habe die Haie nicht gerettet. Ich war der Kapitän und habe versucht, das Schiff zu steuern. Gerettet haben uns die Marke „Kölner Haie“ und natürlich die neuen Gesellschafter.

Sie haben geklagt, dass die Sponsoren-Gelder alle in den Fußball fließen. Nun gehen Sie auch in Fußball zurück.

Ja, ich gehe in den Fußball, aber ich werde dort ein Eishockey-Botschafter bleiben.

In Bremen wird doch gar kein DEL-Eishockey gespielt.

Aber ich werde immer mal wieder vor der Kamera zu gewissen Themen befragt werden. Und dann werde ich darauf hinweisen, dass man diese Monopolstellung überdenken muss und auch andere Sportarten eine Daseinsberechtigung haben.
Zum Abschied: Was liegt Ihnen am Herzen?

Ich möchte mich bei allen Mitarbeitern bedanken, die das hier mit mir in all den Jahren durchgezogen haben. Auch bei Heinz-Hermann Göttsch, mit dem es immer eine tolle Zusammenarbeit gab. Und nicht zuletzt bei den neuen Gesellschaftern um Frank Gotthardt.

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