Ein letzter Schluck aus der Pulle, dann postierte sich Marco Sturm am Bully-Kreis. Haie-Coach Uwe Krupp hatte den Star-Einkauf als Linksaußen im ersten Sturm neben Andreas Falk und Chris Minard nominiert.
Sturms erste Eiszeit dauerte 22 Sekunden, seine beste Chance hatte er im Mittelabschnitt, als Gäste-Torwart Dennis Endras seinen Rückhand-Schlenzer mit dem Schoner parierte.
Doch am Ende stapfte geschlagen in die Kabine: 2:3, die Adler versauten den Haien im Liga-Gipfel das Sturm-Debüt, den Eichin-Abschied, die Tabellenführung und nicht zuletzt den Karnevalsausklang.
Der „Nubbel“ aus Kölner Sicht hieß ausgerechnet Christoph Ullmann. Der Ex-Hai drehte die Partie im Schlussabschnitt mit einem Doppelpack in nur 197 Sekunden, Yanick Lehoux legte keine zwei Minuten später das 1:3 hinterher. Es reichte nur noch zum 2:3-Anschlusstreffer durch Charlie Stephens.
Fahrlässig aus Kölner Sicht: Im Mittelabdrittel versäumten es die Haie bei 89 Sekunden doppelter Überzahl ihre Führung auszubauen. „Das war spielentscheidend. Wir haben dann selbst zu viele Strafen kassiert und Mannheim hat das besser ausgenutzt“, sagte Sturm.
Schon Sonntag kommt es in Mannheim zur Revanche, vorher müssen die Haie Freitag gegen Augsburg ran. Für die nächsten Spiele verspricht Sturm: „Ich bin erst ein paar Tage hier, trotzdem merke ich mit jedem Tag, dass es besser wird. Ich werde mich noch steigern!“
Und Uwe Krupp meinte: „Wir hatten zahlreiche Chancen, haben nur zu viele liegen gelassen. Marco hat ein gutes Spiel gemacht. Seine Qualität wird uns weiterbringen.“
Kölner Haie - Adler Mannheim 2:3 (1:0, 0:0, 1:3)
Tore: 1:0 Tripp (5:45), 1:1 Ullmann (49:06), 1:2 Ullmann (52:23), 1:3 Lehoux (54:11), 2:3 Stephens (59:10)
Schiedsrichter: Brüggemann/Piechaczek (Iserlohn/Finning)
Zuschauer: 11.184
Strafminuten: Köln 14 - Mannheim 16
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