Eishockey-Spieler sind harte Jungs. Platzwunden, Pucktreffer, ab und zu mal eine Keilerei mit Beulen. Doch die Geschichte von Tino Boos (36) ist noch eine Nummer heftiger.
Der Haie-Stürmer ist der härteste Profi der DEL. Boos hat sich einen Finger versteifen lassen, um dabei mitzuhelfen, Köln noch in die Playoffs zu führen.
Ende November brach sich Boos bei einem Zweikampf einen Finger. Erste Diagnosen konnten nur schwer gestellt werden. Eine Operation war nötig.
Boos schildert die dramatischen Momente: „Ich hatte nur eine Teilnarkose, habe also alles mitbekommen. Als die Ärzte den Finger aufgeschnitten hatten, sagten sie auf einmal ’Oje’. Ich zuckte kurz und sagte: Jungs, schlechte Nachrichten will ich nicht hören’. Doch da war klar, dass alle Sehnen durch waren und der Knochen in 30 kleine Teile zertrümmert war.“
Dann ging alles ganz schnell. Boos wurde sofort komplett narkotisiert. In einer mehr als zweistündigen Operation wurde Knochenmasse aus der Hüfte entnommen und damit der Finger stabilisiert. Das Zusammensetzen glich einer Puzzle-Arbeit.
Die Ärzte Dr. Matthias Säugling und Dr. Konstantin Tsironis haben im Klinikum in Frechen Höchstleistung erbracht. Doch sie konnten den Finger nicht komplett funktionstüchtig erhalten.
Boos: „Sie erklärten mir, dass der Finger versteift werden muss. Und dass auch noch krumm, damit ich weiter den Schläger halten kann. So ist das nun mal, Frauen brauchen gerade, schöne Finger, Eishockey-Spieler müssen zupacken können.“ Hart, härter, Boos.
Der Finger ist immer noch dick geschwollen, doch Boos kämpft wieder für die Haie. Beim 4:3-Sieg über Mannheim, war er einer der Leistungsträger.
Eichin wieder der mächtige Haie-Mann
„Die Weichen für eine erfolgreiche kommende Saison mussten noch gestellt werden“, sagt Broer. Die Haie werden nicht nur die Lizenz für die kommende Saison erhalten, sie haben auch den Spieleretat um 30 Prozent erhöht.
Alles klar mit Tjärnqvist!
Die Kölner Haie haben einen spektakulären Neuzugang perfekt gemacht. Sie verpflichteten den schwedischen Olympiasieger Daniel Tjärnqvist.
Tjärnqvist fliegt in Köln ein
Der schwedische Star-Verteidiger war nach EXPRESS-Infromationen Mittwoch zum Blitzbesuch in Köln.
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Eisbären Berlin | 171:140 | 95 | ||
| 2 | ERC Ingolstadt | 168:150 | 93 | ||
| 3 | Wolfsburg | 174:122 | 91 | ||
| 4 | Adler Mannheim | 171:148 | 90 | ||
| 5 | Hamburg Freezers | 149:149 | 83 | ||
| 6 | Straubing Tigers | 161:151 | 80 | ||
| 7 | DEG Metro Stars | 162:167 | 80 | ||
| 8 | Augsburger Panther | 135:131 | 79 | ||
| 9 | Kölner Haie | 135:145 | 78 | ||
| 10 | Iserlohn Roosters | 150:150 | 77 | ||
| 11 | EHC München | 124:135 | 71 | ||
| 12 | Krefeld Pinguine | 126:153 | 69 | ||
| 13 | Nürnberg | 122:165 | 55 | ||
| 14 | Hannover Scorpions | 119:161 | 51 | ||