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Haie-Verteidiger: Blut-Check! Ankert droht lange Sperre

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Blut kratzen: Die Eismeister um Oswald Filla (58, große Schaufel) kümmern sich um die Flecken.
Blut kratzen: Die Eismeister um Oswald Filla (58, große Schaufel) kümmern sich um die Flecken.
Foto: Eduard Bopp
Köln –  

Es waren gerade einmal 105 Sekunden gespielt, da musste Torsten Ankert (24) schon mit einer Matchstrafe unter die Dusche. Der Verteidiger der Kölner Haie hatte den Wolfsburger Vincenz Mayer so unglücklich gecheckt, dass dieser mit einem Kollegen zusammenprallte und blutend auf dem Eis liegen blieb.

Torsten Ankert saß nach seiner Matchstrafe frustriert in den Arena-Katakomben.
Torsten Ankert saß nach seiner Matchstrafe frustriert in den Arena-Katakomben.
Foto: Eduard Bopp

Die Kölner Eis-Meister mussten daraufhin mit Schaufeln die Blutlache vom Eis kratzen. Mayer kehrte zwar wenig später zurück und konnte weiter spielen, doch die Deutsche Eishockey Liga behandelt Fälle mit Verletzungen im Kopfbereich zum Schutz der Spieler rigoros. Die Frage ist: Wie lange wird Ankert nach dem Blut-Check gesperrt?

Am Dienstag um 15 Uhr steigt die Verhandlung in der DEL-Zentrale in Köln. Im Disziplinarausschuss sitzt unter anderem Jörg Mayr (43), der Ex-Haie-Profi und heutige Rechtsanwalt.

Jörg von Ameln, Leiter Spielbetrieb in der DEL erklärt, welche Strafe Ankert erwarten kann: „Ein unerlaubter Körperangriff mit Verletzungsfolge kann zu einer Sperre von vier bis 16 Spielen führen zuzüglich Geldstrafe.“ Der Ausschuss entscheidet anhand von Videomaterial und Aussagen von Spielern und Teamärzten. Ankert musste eine Stellungnahme abgeben.

Er sagt zum EXPRESS: „Das war ein ganz normaler Check. Dafür gibt es normalerweise nicht einmal eine Zwei-Minuten-Strafe.“ Doch die Haie erwarten nicht nur die Verhandlung im Fall Ankert mit Spannung. Auch KEC-Stürmer Andreas Falk (29) droht eine Sperre. Der Schwede hatte Wolfsburgs Armin Wurm beim 2:1-Sieg nach Verlängerung am Kopf gecheckt. Mögliches Strafmaß: zwei bis acht Spiele Sperre.

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