Kölner Haie
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Empfehlen | Drucken | Kontakt 08.01.2013 - 17:52 Uhr

Haie-Dressman Tjärnqvist: „In Jogginghose gehe ich nicht vor die Tür“

Von FRANK NEUSSER
Schick: Haie-Verteidiger Daniel Tjärnqvist vor der Kölnarena.
Schick: Haie-Verteidiger Daniel Tjärnqvist vor der Kölnarena.
Foto: Eduard Bopp
Köln –  

Wenn man Daniel Tjärnqvist (36) durch die Straßen schlendern sieht, könnte man den Schweden für einen Dressman halten.

Feiner Anzug und elegantes Hemd: So geht der Haie-Verteidiger immer aus dem Haus. „Ich bin nicht eitel, aber wenn ich vor die Tür gehe, will ich vernünftig aussehen und mich wohl fühlen können. Deshalb ziehe ich mich gerne schick an. In einer Jogginghose würde ich niemals rausgehen. Das hasse ich“, sagt der Verteidiger der Kölner Haie.

Schick: Haie-Verteidiger Daniel Tjärnqvist vor der Kölnarena.
Schick: Haie-Verteidiger Daniel Tjärnqvist vor der Kölnarena.
Foto: Eduard Bopp

Auf dem Eis dagegen ist Tjärnqvist ein harter Hund, geht keinem Zweikampf aus dem Weg und stellt sich total in den Dienst der Mannschaft. „Für mich ist es nicht wichtig, wer die Tore schießt, sondern was am Ende herauskommt. Wenn mein Team gewinnt, bin ich zufrieden“, sagt der 36-Jährige, der sich mit Ehefrau Louise (frühere Schwimmerin, Olympia-Bronze 2000) und den beiden Kindern Axel (6) und Jacob (2) pudelwohl in Köln fühlt.

Schon mit fünf Jahren stand der kleine Daniel regelmäßig auf den Schlittschuhen. „Zusammen mit meinen Brüder haben wir jede freie Sekunde auf den gefrorenen Seen verbracht und Eishockey gespielt. Erst als Mutter uns mehrfach verärgert zum Essen rief, sind wir nach Hause“, erinnert sich Tjärnqvist.

Er schlug eine Profikarriere in, wurde zweimal Meister mit Djurgarden Stockholm in der Heimat, holte in Finnland als erster Schwede überhaupt den Titel mit Jokerit Helsinki. Höhepunkt im Nationaltrikot war der Olympiasieg 2006. Zudem schaffte er den Sprung in die NHL, in der er für Atlanta, Minnesota, Edmonton und Colorado 352 Partien (18 Tore) bestritt).

Nun will er den Titel mit den Haien holen – und vielleicht noch ein Jahr dranhängen in Köln: „Ich habe eine Option bis Ende Februar, die ich ziehen kann. Das ist eine Diskussion mit der ganzen Familie, ob wir nach Schweden zurückgehen.“ Aber er macht den Fans Hoffnung: „Derzeit gibt es eigentlich keinen Grund, nicht für ein weiteres Jahr in Köln zu bleiben.“

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