Köln - Ein breites Bündnis von Parteien, Gewerkschaften, Verbänden und den Kirchen will verhindern, dass Rechtsextreme und Populisten aus zig Ländern sich in Köln zu einem „Anti-Islamisierungskongress“ treffen.
„Wir stellen uns quer: Europäische Rassisten haben in Köln keinen Platz“, lautet das Motto der Aktion unter dem Dach des DGB. 350 Erstunterzeichner sprechen sich dafür aus, dass Oberbürgermeister Fritz Schramma und Polizeipräsident Klaus Steffenhagen alles Mögliche unternehmen sollen, „damit die Hetzveranstaltung nicht stattfinden kann“. „Wir werden Tausende Unterschriften sammeln“, so DGB-Chef Wolfgang Uellenberg-van Dawen.
Die rechtsextreme „Bürgerbewegung pro Köln“ plant für den 19. und 20. September eine Kundgebung gegen „Islamisierung und Überfremdung“. Wenn es nach ihnen ginge, sollen vor dem Dom Rechtspopulisten aus halb Europa Reden halten.
„Dass Rassisten frontal gegen eine Glaubensgemeinschaft mobil machen wollen, hat eine neue, schlimme Qualität“, so Jörg Detjen (Linkspartei). Jürgen Wilhelm von der christlich-jüdischen Gesellschaft: „Köln muss sich dagegen wehren - Arsch huh, Zäng usseinander hat hier eine gute Tradition.“
Falls sich der Kongress der Rechten nicht verbieten lässt, kündigt das Bündnis eine Riesen-Gegendemo aller Kölner an.
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