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Zweite Pflegerin entkam nur knapp: Tiger ging auch auf Nina P. los

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Tierpflegerin Nina P. konnte sich in letzter Sekunde retten.
Tierpflegerin Nina P. konnte sich in letzter Sekunde retten.
Köln –  

Das Unglück im Zoo – immer mehr Details kommen ans Licht: Die zweite Tierpflegerin entkam nur knapp einem Angriff des Tigers. Nina P. (Name geändert) kam einige Minuten nach Ruth K. ins Raubtierhaus. Sie sah ihre Kollegin im Tigerkäfig liegen, neben ihr die Raubkatze Altai.

Nur knapp konnte Tierpflegerin Nina P. dem Tiger entkommen.
Nur knapp konnte Tierpflegerin Nina P. dem Tiger entkommen.
Foto: IMAGO

Die Tür des Käfigs stand offen. Als Tigerkater Altai Nina P. bemerkt, macht er einen Satz und will auch die junge Tierpflegerin angreifen, wie Zoo-Vorstand Theo Pagel gegenüber EXPRESS bestätigt. Doch Nina P. kann in letzter Sekunde aus dem „Bediengang“ hinter dem Käfig weglaufen und die Tür zur Küche des Raubtierhauses schließen. Sofort löst sie den Notfall „Tier frei“ aus.

Zuvor hatten die beiden Pflegerinnen die insgesamt fünf Tiere (Kater Altai, Katze Hanya und die drei gemeinsamen Tigerjungen) gefüttert und dann die Schleusen zum Außengehege geöffnet. Die Schleusen werden eine nach der anderen geschlossen, sobald die Tiere draußen sind. Dann wird der Käfig gereinigt.

„Altai war beim Rausgehen immer einer der langsamsten und blieb oft noch auf seinem Hochbrett innerhalb des Käfigs liegen“, sagt ein Zoo-Mitarbeiter dem EXPRESS.

So offenbar auch am Samstagmorgen. Daraufhin hätten Ruth K. und Nina P. beschlossen, erst einmal Frühstückspause zu machen. Danach muss Ruth K. mit Schrubber und Wassereimer wieder in den Bediengang hinter dem Käfig gegangen sein, Altais Schleuse ins Außengehege geschlossen und den Käfig geöffnet haben – ohne vorher zu kontrollieren, ob auch Altai inzwischen wirklich nach draußen gegangen war. Ein fataler Fehler.

Es folgte Altais Angriff auf Ruth K., der ihr lebensgefährliche Wunden zufügte, an denen sie später starb. „Da aber eine Rettung noch möglich schien, konnte Pagel gar nichts anderes machen, als Altai zu erschießen“, sagt Zoo-Vorstand Christopher Landsberg. „Wenn wir Altai nur betäubt hätten, wäre die Gefahr eines weiteren Angriffs auf die Pflegerin zu groß gewesen.“


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