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Zoff um Namen!: Prinzen von Anhalt verklagen Bruder

Marcus Eberhard Prinz von Anhalt
Marcus Eberhard Prinz von Anhalt
 Foto: dpa
Köln –  

Das Leben der Schönen und Reichen reichte ihnen nicht.

Es musste unbedingt noch ein Adelstitel her – und den bekamen Prinz Marcus Eberhard Edward von Anhalt, Maximilian Michael Prinz von Anhalt und Markus Maximilian Prinz von Anhalt für viel Geld vom berühmt-berüchtigten Frederic Prinz von Anhalt, Ehemann von Hollywood-Legende Zsa Zsa Gabor.

Hat verloren: Markus Maximilian Prinz von Anhalt
Hat verloren: Markus Maximilian Prinz von Anhalt

Von trautem Familienglück kann allerdings überhaupt keine Rede sein. Die Adoptivsöhne zoffen sich vor dem Kölner Landgericht (Aktenzeichen: 31 O 275/10) – wegen Verwechslungsgefahr!

Der jüngste Adoptiv-Spross von Frederic ist Markus Chapelar (38). Seit etwa einem Jahr nennt er sich „Prinz Markus Maximilian“. Das Problem: Damit trägt er auch die Namen seiner Adoptiv-Brüder. Und die sind sauer.

Michael Maximilian Prinz von Anhalt auf seinem „Thron“.
Michael Maximilian Prinz von Anhalt auf seinem „Thron“.
 Foto: dpa

Der als „Prinz Protz“ bekannt gewordene Marcus von Anhalt trägt den Adelstitel nämlich bereits seit 2006. Erst kürzlich wurde er beim Essen mit Baywatch-Star Pamela Anderson gesichtet. Prinz Michael Maximilian wurde 2008 adoptiert. Er ist Betreiber mehrerer Fitness-Studios.

Beide reichten Klage gegen den „jüngeren“ Bruder ein. Zurecht, wie das Kölner Landgericht entschied. Per einstweiliger Verfügung darf sich Markus Chapelar nicht mehr „Prinz Markus“ nennen, per Urteil nun auch nicht mehr „Maximilian“.

Für Markus Chapelar ein Dilemma: Zwar heißt er laut Pass wirklich „Markus Maximilian Prinz von Anhalt“. Werben darf er mit dem Namen aber nicht mehr, etwa für seine CD „Life is a fight“. Laut Urteil muss der Neu-Adelige auch seine Homepage „prinzmarkusmaximilian.com“ abschalten.

„Hier versucht jemand, mit den Namen meiner Mandanten Geld zu verdienen“, sagt Rechtsanwalt Patrick-Marvin Rehkatsch, „ich bin froh, dass das Gericht dem einen Riegel vorgeschoben hat.“

Wie EXPRES erfuhr, will sich Markus in Zukunft „Eduard Prinz von Anhalt“ nennen. Und da könnte der nächste Rechtsstreit auf ihn zu kommen. Denn einen Eduard gibt's bei den von Anhalts auch schon...

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