Mit 16 Jahren saß er eineinhalb Jahre im Knast: Haschisch-Handel. „Da hat damals eine Band gespielt“, erinnert sich Jürgen Zeltinger. Jetzt geht er wieder in den Knast. Freiwillig! Nur um zu singen, an seinem 61. Geburtstag.
Am Mittwoch steht der „Asi mit Niwoh“ mit seiner Band in der Justizvollzugsanstalt Köln auf der Bühne und heizt den Gefangenen ein. „Ich fand die Musik damals super und kann mir vorstellen, dass die das am Mittwoch auch so sehen.“
Das Konzert in der JVA ist der Auftakt für eine Tour durch ganz Deutschland, die bis 2011 andauern soll. Im nächsten Jahr steht bereits Zeltingers 1000. Konzert an.
Aber auch der Auftritt in der JVA ist ein Höhepunkt für ihn: „Wir tragen mit unserem Konzert im Knast zur Resozialisierung bei.
Das sind ja auch Mitmenschen. Solange es keine Hochkriminellen sind, habe ich kein Problem, vor ihnen zu spielen. Wir haben das immer vorgehabt.“
Bei dem Konzert wird die Band ein ganz neues Programm mit Liedern aus dem Album „Die Rückkehr des Retters“ spielen, das am 28. Mai in die Läden kommt. Die Themen auf der Platte reichen von U-Bahnbau und Betrug bis zur Unvermittelbarkeit.
„Es geht auf dem Album darum, wie das Volk verarscht und betrogen wird. Ich bin nicht der Mensch, der viel über Liebe singt. Ich weiß, dass zu meinen Konzerten weniger intellektuelle Leute kommen. Ich singe für den einfachen Mann auf der Straße.“
Am 27. Mai steht die Band im Luxor auf der Bühne.
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