Empfehlen | Drucken | Kontakt22.03.2011 - 09:56 Uhr

BAP-Sänger wird 60: Wolfgang Niedecken: Ich bin kein Fundi mehr

Von AXEL HILL und SANDRA EBERT
Blick zurück in Versöhnlichkeit: Wolfgang Niedecken räumt zum 60. Geburtstag mit eigenen Einstellungen auf.
Blick zurück in Versöhnlichkeit: Wolfgang Niedecken räumt zum 60. Geburtstag mit eigenen Einstellungen auf.
Foto: ddp
Köln –  

Eine Kölner Institution wird 60: Der Sänger Wolfgang Niedecken feiert am 30. März auf der MS RheinEnergie und schenkt sich selbst einen Auftritt mit BAP. Da präsentiert er das neue Album „Halv su wild“, das am Freitag erscheint.

Und das klingt genauso entspannt wie Herr Niedecken sich fühlt: „Es gab eine Zeit, wo ich sehr streng war, sehr fundamentalistisch“, blickt er im EXPRESS-Gespräch zurück.

„Das ist alles Blödsinn. Da war von mir Toleranz gefordert. Das habe ich endlich begriffen.“ Seitdem feiere er auch Karneval: „Es ist immer gut, wenn man über seinen Schatten springt. Ich war wirklich sehr angenehm überrascht, wie positiv die Leute das bei mir angenommen haben.“

Besonders sein Blick auf Köln und die Kölner habe sich mit den Jahren verändert: „Der Kölner ist sehr heimatverliebt. Das ist oft ein Problem, aber auch liebenswert – und diese Erkenntnis ist für mich das Neue dabei.“

Bei seinen Gastauftritten mit den Bläck Fööss letzten Sommer vorm Dom „habe ich mich am Schluss sogar beim Schunkeln erwischt.“ Älter zu werden – für ihn kein Problem. „Ich will kein Berufsjugendlicher sein. Das nimmt mir auch keiner ab! Ich merke nur, dass ich nicht mehr so viel aushalte wie früher: Vier Tage Proben, das volle Gitarrenbrett – und ich habe Kopp-Ping!“

Trost spendete ihm Rolling-Stones-Legende Keith Richards: „Er erklärte mir, wie das ist, wenn man älter wird und Angst vor Rettungsringen um die Hüfte bekommt. Er empfahl mir seinen Geheimdrink: Drei Teile Wodka, ein Teil Orangensaft, weil das ja gesund ist...“

Die große Niedecken-Serie: Ab Dienstag, 22. März 2011, im EXPRESS (Köln)!

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