Köln - Schreck in der späten Nachmittagsstunde. Eine Windhose fegte über den Kölner Norden, deckte allein in Roggendorf zehn Dächer ab.
Autos wurden durch umherfliegende Ziegel beschädigt. Ein Pavillon wurde von dem Wirbelsturm in die Luft gehoben und landete in Worringen auf der Oberleitung der Bahn. Der Zugverkehr musste unterbrochen werden.
Michael Cobanoglu (19): „Es war absolut gespenstisch. Plötzlich wurde es stockdüster. Auf dem Haus lastete auf einmal ein großer Druck. Überall schepperte es. Meine Zwillingsschwester dachte schon an einen Flugzeugabsturz.“
Der Spuk war so schnell vorbei, wie er um 17.30 Uhr begonnen hatte. Cobanoglu: „Das waren vielleicht zehn, 20 Sekunden hier bei uns. Danach liefen die Leute auf die Straße, schauten fassungslos und entsetzt auf die Schäden.“
Am schlimmsten hat es seinen Nachbarn Matthias Paar getroffen. Als EXPRESS ihn am Abend um 22 Uhr telefonisch erreicht, ist er völlig außer Atem: „Ich muss wieder raus, weiter aufräumen. Ein Dachdecker und die Feuerwehr sind noch oben, reparieren das Nötigste. Der Schaden geht mit Sicherheit in den fünfstelligen Bereich.“ Verletzt wurde niemand.
Eine Windhose ist ein räumlich begrenzter Wirbelsturm. Deshalb waren auch nur zwei Stadtviertel betroffen.
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