Die Grippewelle hat Köln fest im Griff. Das hat gefährliche Folgen für alle, die jetzt Spenderblut brauchen. Die Blutkonserven werden knapp.
Das Deutsche Rote Kreuz ist alarmiert, denn weil so viele an der Grippe erkrankt sind, können weniger Leute Blut spenden. Obwohl das Blut dringend gebraucht wird – vor allem für die Behandlung von Krebspatienten.
„Die Bestände sind extrem geschrumpft“, sagt Heinz Kapschak vom DRK-Blutspendedienst West. Die vorhandenen Blutkonserven reichen nur noch für etwa anderthalb Tage. Normalerweise sind Konserven für mindestens drei Tage vorrätig.
Im Januar 2013 kamen rund 15 Prozent weniger Spender, um die Blutkonserven aufzufüllen. Das DRK sendet jetzt einen Hilferuf an gesunde Menschen: Spendet Blut! Besonders die Blutgruppe 0 ist gefragt. Denn: „Es droht die Gefahr, dass Operationen verschoben werden müssen“, sagt Kapschak.
Auch sonst macht sich die Grippewelle bemerkbar, viele Kölner Betriebe müssen auf etliche Mitarbeiter verzichten. Beim Autobauer Ford heißt es: „Alle Abteilungen sind betroffen, von der Produktion bis zum Management.“ Starke Ausfälle gebe es jedoch noch nicht.
„Dass es so viele Grippe-Kranke gibt, liegt an den ungemütlichen Temperaturen. Und nur wenige lassen sich impfen“, sagt Dr. Gerhard Wiesmüller vom Kölner Gesundheitsamt. Hinzu kam der Karneval: Bützen in der Kälte ist leider riskant für die Gesundheit.
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