Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Köln
Alle Nachrichten aus Köln und Umland - News, Nachtleben, Prominente, Skandale.

Empfehlen | Drucken | Kontakt

Wegen „Free Fight“: Stadtspitze keilt sich mit Arena-Chef

Arena-Chef Ralf Bernd Assemacher: „Die Behauptungen der Politiker sind verleumderisch und beleidigend.“
Arena-Chef Ralf Bernd Assemacher: „Die Behauptungen der Politiker sind verleumderisch und beleidigend.“
 Foto: Schwaiger

Köln - Die umstrittene „Freefight“-Veranstaltung am 13. Juni in der Arena wirft ihre Schatten voraus. Politiker halten mit ihrer Meinung über den Käfigkampf ohne Regeln nicht hinterm Berg. Und Arena-Chef Ralf Bernd Assenmacher will ihnen diese Meinung verbieten lassen.

Über die Anwälte Prof. Norbert Gatzweiler und dessen Ehefrau Gaby Münchhalffen will er etwa Bürgermeister und Sportausschuss-Chef Manfred Wolf (FDP) verbieten lassen zu behaupten: „Freefight ist kein Sport. Er nimmt den Tod oder zumindest schwere Verletzungen eines Menschen billigend in Kauf. Hier erreichen die niedrigsten Instinkte eines Menschen ihren Tiefpunkt.“

Die Behauptungen seien verleumderisch und beleidigend, meint Assenmacher. Und beauftragte die Kanzlei Gatzweiler, diesen Äußerungen Einhalt zu gebieten. Wolf sollte eine „Unterlassungsverpflichtungserklärung“ unterschreiben.

„Einen Teufel werde ich tun“, sagt Manfred Wolf dazu - er hat nicht unterschrieben. Folge: „Wir werden jetzt gegen Herrn Wolf Klage einreichen“, so Rechtsanwältin Gaby Münchhalffen am Sonntag gegenüber EXPRESS.

Sie verteidigt das Vorgehen: „Wir gehen nicht gegen die freie Meinungsäußerung vor, sondern gegen falsche Tatsachenbehauptungen“, so die Anwältin. „Es stimmt eben nicht, dass bei dieser Freefight-Veranstaltung der Tod von Menschen in Kauf genommen wird.“ Ärzte seien vor Ort. Und wer am Boden liege, könne jederzeit aufgeben.

Für SPD-Chef und Ratsherr Jochen Ott ist das „zynisch: Wir haben doch gerade das Problem, dass die Jugendlichen nicht aufhören zu prügeln, wenn einer am Boden liegt. Freefight ist auch in Köln gewaltverherrlichend und abstoßend.“

Dass es Assenmacher nur ums Geldverdienen gehe, glauben Grünen-Fraktionschefin Barbara Moritz und FDP-Fraktionschef Ralph Sterck. „Ungeheuerlich, dass Assenmacher den Klageweg beschreitet, statt das Gespräch mit den Fraktionen zu suchen. Immerhin hat sich der Rat einstimmig gegen die Veranstaltung ausgesprochen“, so Sterck.

Jetzt also die Klage der Arena-Anwälte gegen Bürgermeister Wolf. „Das lässt mich völlig kalt. Wo kommen wir denn hin, wenn eine politische Meinungsäußerung verboten wird?“„Man ergötzt sich an Blut und Schmerzen Anderer. Das ist menschenunwürdig.“

Jürgen Roters (SPD), rot-grüner OB-KandidatIn einem Käfig treten Muskelpakete gegeneinander an.„Assenmacher nimmt in Kauf, dass die Tabuschwelle zur Gewaltanwendung sinkt.“

Mehr Infos und ein Video zum Kampf-Spektakel:
Vom Mathelehrer zum Käfig-Gladiator ›
Blut, Schweiß und Maschendraht ›
Das ist "Ultimate Fighting" ›
Die 31 Verbote der UFC ›
Die Geschichte der UFC ›
Die Kämpfer der UFC ›

Auch interessant
Weitere Meldungen aus dem Bereich Köln
Links: Auf dem Kölner Stimmzettel sind die Namen der Parteien viel größer als die  Namen der Kandidaten. 

Rechts: Dieser Muster-Stimmzettel ist laut Kommunalwahlverordnung maßgebend: Gleiche Schriftgröße für Kandidat und Partei.
Kölner OB-Wahl-Chaos
Was passiert mit den 53.000 abgegebenen Stimmen?

Das Kölner Wahl-Debakel um die Stimmzettel: Für die Oberbürgermeister-Wahl am 13. September müssen sofort neue Stimmzettel für 800.000 Wahlberechtigte gedruckt werden. Die Namen der Parteien sind viel größer gedruckt als die Namen der Kandidaten.

Die Polizei rückte in der nach mit mehreren Einsatzwagen am Friesenplatz an.
Polizei-Einsatz
Schlägerei am Friesenplatz – zwei Verletzte

Am späten Dienstagabend ist es am Kölner Friesenplatz zu einer Schlägerei gekommen. Dabei wurden zwei Menschen verletzt.

Fabio G. vor der Urteilsverkündung. Er hatte sich zu seinem Geburtstag extra eine neue Frisur zugelegt.
Opfer fast totgeschlagen
Urteil am Geburtstag! Über sechs Jahre Gefängnis für Poller-Attacke

Fabio G. schlug Burkan I. mit einem Eisenpoller ins Koma. Die Abrechnung bekommt er an seinem Geburtstag von der Richterin: Sechseinhalb Jahre Haft!

Kinoprogramm
Alle Neustarts diese Woche: Alle Filme von heute:

FACEBOOK
EXPRESS.DE on Facebook
Veedel und Regionen

Sauberkeit, Verkehr, Ausgehen: Wie haben die Kölner Ihre 86 Veedel beurteilt. Hier alle Ergebnisse.

Köln-Galerien
EXPRESS E-Book Mordakte Rheinland
Aktuelle Videos