Empfehlen | Drucken | Kontakt08.06.2010 - 12:10 Uhr

Richtig oder überzogen?: Vuvuzela-Verbot spaltet Köln

Lina und Nora wollten die deutsche Elf eigentlich mit Vuvuzelas zum Sieg tröten.
Lina und Nora wollten die deutsche Elf eigentlich mit Vuvuzelas zum Sieg tröten.
Foto: picture-alliance / augenklick/fi
Köln –  

Das von der Stadt verhängte Vuvuzela-Verbot zur WM sorgt für Riesen-Tamtam. Köln diskutiert: Ist das Verbot der lauten Afrika-Tröten richtig oder überzogen?

Eine Mehrheit unterstützt offensichtlich das Platzverbot für die Plastik-Trompeten bei den WM-Partys. Bei einer Internet-Umfrage von EXPRESS sagen 54 Prozent: „Richtig so! Die Dinger sind laut und nerven.“

41 Prozent hingegen halten das Verbot für überzogen: „Wer den Lärm nicht abkann, soll in den Urlaub fahren.“ „Mir egal, ich wohne nicht in der City“, sagen lediglich fünf Prozent.

Dutzende Beiträge erreichten die Redaktion. Einige Leser berichten über ihre krassen Erfahrungen mit den Vuvuzelas. „Mir hat letztlich ein Typ vor einer Kneipe mit so einem Gerät ohne Vorwarnung einen Tinnitus ins Ohr geschossen“, schreibt etwa der Künstler Cornel Wachter. Einige Leserinnen regten gar an, dass auch „die Knallköppe am Ende des Mundstücks“ verboten gehörten.

Video zum Thema

Andere halten das Verbot für „spießig und bürokratisch“. Karl-Heinz Weiß etwa schreibt: „Wir Kölner sind doch karnevalserprobt. Da sollte uns so ein bisschen Getröte doch wirklich nicht aus den Schuhen hauen.“

Mit der Roten Karte für die Hörner kommt Köln einer Empfehlung des NRW-Gesundheitsministeriums nach. Ebenso wie die Städte Haltern und Rheine. Im Rheinland zögern andere Kommunen noch. In Düsseldorf und Bonn ist ein Verbot bislang nicht vorgesehen.

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