Empfehlen | Drucken | Kontakt29.10.2010 - 20:16 Uhr

Sascha Dahl & René Keller: Vom Sandkasten in die Chefetage

Von PHILIPP J. MECKERT
Erfolgreiche IT-Gründer: René Keller und Sascha Dahl wollen 2020 europaweit agieren.
Erfolgreiche IT-Gründer: René Keller und Sascha Dahl wollen 2020 europaweit agieren.
Foto: Wand Michael
Köln –  

In der Grundschule angefreundet, zusammen Abitur gemacht, dann Wirtschaftsinformatik studiert bis zur gemeinsamen Promotion: Sascha Dahl (31) und René Keller (32) haben es im Team quasi vom Sandkasten in die Chefetage geschafft. Die Bosse der Marsdorfer Firma „Explicatis“ erschufen eine hoch- dekorierte Softwareschmiede aus dem Nichts.

IT-Beratung, Software-Entwicklung, Weblösungen – das Angebot ist vielfältig: „Wir haben beispielsweise ein Routen-Planungssystem für Spediteure entwickelt“, so Keller. „Durch Kooperationen und Absprachen mit anderen Logistikern können Leerfahrten vermieden werden. Beide Unternehmen sparen Kosten und schonen die Umwelt.“ Mit dieser Idee hat „Explicatis“ im Rennen um den „Deutsche Bahn Schenker Award“ – die wichtigste internationale Auszeichnung der Logistikbranche – die Nase vorn und ist bereits unter den Top 5.

Ebenso berät das zwölfköpfige Team von Dahl und Keller erfolgreiche Kölner „Start-up“-Unternehmen wie etwa „Coupies“. Die Idee: Coupons werden (statt als Schnipsel) direkt aufs Handy geschickt. Einfach im Shop, Restaurant oder Café vorzeigen – und schon gibt's Rabatte.

„Silicon-Kölle“, die Netzwerker am Rhein. Rund 11.000 Firmen mit 100.000 Beschäftigten arbeiten im Großraum Köln an der digitalen Zukunft. Beim großen Branchengipfel „Cologne IT-Summit“ treffen sich am Mittwoch in der IHK Spitzenleute und Nachwuchskräfte der Internet-Szene. Das Ziel von Oberbürgermeister und IHK als Schirmherren des Kongresses: Köln als IT-Standort nach vorne bringen.

Dass da noch Luft nach oben ist, meinen viele der ansässigen Firmen. Auch die Chefs von „Explicatis“ hätten einen Vorschlag: „Ein eigener Informatik-Studiengang an der Uni wäre wünschenswert, um mehr gut ausgebildete Nachwuchskräfte in die Rheinmetropole zu ziehen. Hier wird Informatik leider nur als Nebenfach angeboten.“

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