Der Mord an einer vierfachen Mutter am Dienstag in Kerpen-Horrem: Mittwoch kamen neue, grausame Details ans Tageslicht. Nach EXPRESS-Informationen wurde die 37-jährige Ebtisam M. (Spitzname: Tisam) geköpft!
Ihre vier Kinder (6, 11, 14 und 16) hatten die Tote in einer Blutlache gefunden. Oberstaatsanwalt Alf Willwacher schweigt sich über das Ergebnis der Obduktion aus: „Kein Kommentar zur Art der Verletzungen.“
Aber in Ermittlerkreisen machte das Gerücht schnell die Runde: Der Täter soll seinem Opfer den Kopf abgetrennt haben. Außer dem Kopf sollen der Leiche auch noch Finger fehlen.
Am Mittwoch um 15 Uhr: Ein Hubschrauber mit Wärmebildkameras fliegt über das Gelände im Bereich des Tatorts. Möglicherweise strahlen bei dem Schnee fehlende Körperteile noch Restwärme aus, heißt es. Knapp eine Stunde lang bleibt der Hubschrauber in der Luft.
Die Kölner Mordkommission tappt auf der Suche nach dem brutalen Mörder bisher noch im Dunklen. „Wir haben bisher noch keinen Tatverdächtigen“, erklärt Willwacher. Offiziell heißt es: „Die Tatwaffe fehlt noch.“ Deshalb sei die Hundertschaft der technischen Einsatzeinheit nach Horrem geschickt worden.
Am Zaun hinter dem Haus an der Hauptstraße 74 entdecken Ermittler ein Loch. Das führt direkt in den Wald von Burg Hemmersbach. Mit Spezialwerkzeugen, Haken und Stöcken durchforsteten die Beamten jeden Quadratmeter, jeden Busch. „Auch auf das obere Geäst achten“, so der Befehl. Bis zum Abend ohne Erfolg.
Der 41-jährige Ehemann S. des Opfers räumt am Abend Sachen aus der Wohnung, wird von einem Freund abgeholt. „Er ist als Zeuge, nicht als Verdächtiger vernommen worden“, sagt Willwacher.
Bei der Rückkehr von der Schule entdeckten die drei Töchter (6, 14 , 16) und der Sohn (11) die Mutter. „Die Kinder haben gellend geschrien“, so eine Nachbarin. Danach kümmerte sich ein Notfallseelsorger um die Kinder. Sie sind bei Bekannten untergekommen. „Sie werden psychologisch betreut, hatten ein traumatisches Erlebnis“, heißt es bei der Polizei.
Die Mutter, die einer christlichen Minderheit aus dem Irak angehört, beschreibt eine Freundin als „gute Mutter und gute Ehefrau.“
Sie sei schüchtern gewesen, habe aber „einen Sprachkurs belegt, um besser Deutsch zu reden.“ Der Vater habe einen eigenen Abschleppdienst.
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