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Vier Schüsse in den Bauch: Kunde (30) von Büdchen-Besitzer erschossen

Slim A. war ein fröhlicher Typ. Er hinterlässt Kinder und Ehefrau.

Slim A. war ein fröhlicher Typ. Er hinterlässt Kinder und Ehefrau.

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Florian Jocham

Bergheim -

So sonnig wird Slim A. (30) nie wieder lächeln. Nach einem völlig sinnlosen Streit wurde er von Büdchenmann Mesut G. (45) in Quadrath-Ichendorf mit vier Schüssen in den Bauch getötet. Slims Ehefrau Joesi (27) ist hochschwanger, die beiden haben zwei Kinder.

Es ist gegen zwei Uhr, und der Kiosk hat schon geschlossen. Slim steht mit Mesuts Sohn Cem (19) und dessen Kumpel (19) in der Nähe des Kiosks, in dem Cem arbeitet. Der 30-Jährige hat schon ein bisschen was getrunken, möchte von Cems Kumpel noch zur Tankstelle gefahren werden.

Doch der verweigert. Eine Beteiligte zum EXPRESS: „Der Typ schubste Slim, so dass er zu Boden ging.“ Dann soll Slim aufgestanden und seinem Gegner ein paar Hiebe verpasst haben. Die Schlägerei verlagert sich direkt vor die Scheibe des Kiosks. Die geht dabei zu Bruch. Daraufhin flüchtet Cem (19) mit dem Wagen, kehrt aber schnell zurück: Mit seinem Vater Mesut. „Er rollte mit einer silbernen C-Klasse an und hatte eine Pistole bei sich“, so die Zeugin.

Dann das Unfassbare: „Ich sah, wie Büdchenchef Mesut vier mal abdrückte und ihn in den Bauch traf.“ Ein Kumpel kümmert sich um den am Boden liegenden Familienvater. Da dem Opfer kalt wird, schleift er ihn in den Flur des Hochhauses, in dem der Kiosk untergebracht ist.

Dort stirbt Slim in den Armen seines Freundes. Der hat zwar den Krankenwagen gerufen, doch die Retter können nichts mehr für ihn tun.

Büdchenmann Mesut flüchtet zunächst vom Tatort, kehrt aber schnell wieder. „Der hat die Tatwaffe entsorgt“, sagt die Bekannte. Danach stellt er sich der Polizei. Auch Cem und sein Kumpel werden festgenommen, kommen aber nach der Vernehmung wieder frei. Mesut sitzt inzwischen wegen Totschlags in Untersuchungshaft.

Nach EXPRESS-Informationen soll er einschlägig vorbestraft sein. Obwohl Beamte die ganze Gegend durchforstet haben, ist die Schusswaffe bis heute nicht aufgetaucht. „Das ist eine ganz üble Gegend hier. Es hängen zu viele Drogentypen hier rum“, sagt eine Anwohnerin.

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