Köln - Die Kölner Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungenzur Spendenaffäre beim Kinderhilfswerk UNICEF eingestellt. Gegen den mittlerweile zurückgetretenen GeschäftsführerDietrich Garlichs war wegen des Anfangsverdachts der Untreueermittelt worden.
Die Vorwürfe hatten die deutsche UNICEF-Sektion ineine schwere Krise gestürzt. Inzwischen ist eine neue Führungangetreten.
Garlichs wurden unter anderem zu hohe Provisionszahlungen anprofessionelle Spendenwerber zur Last gelegt. Es habe sich aber keinhinreichender Tatverdacht ergeben, erläuterte ein Sprecher derStaatsanwaltschaft.
UNICEF-Sprecher Rudi Tarneden nannte das "einegute Nachricht". Garlichs' Verteidiger Christian Richter sagte: "Daskommt einem Freispruch gleich."
Im Zuge der Affäre war Garlichs vonseinem Amt zurückgetreten, und auch die ehrenamtliche Vorsitzende desKinderhilfswerks, Heide Simonis, hatte ihren Posten geräumt. DasDeutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) entzog UNICEF dasSpendensiegel, das für den besonders verantwortungsvollen Umgang mitSpenden steht.
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