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Ungewöhnlicher Name : Eltern nennen ihr Baby „Rhein“!

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Eriselda und Gerd Hibo zeigen den Pass von Söhnchen Rhein.

Foto:

Udo Gottschalk

Köln -

Am 5. November 2015 um 7.40 Uhr erblickt ein süßer Junge im Severinsklösterchen das Licht der Welt.

Da steht schon fest: Der Junge, bei der Geburt 3,7 Kilo schwer und 55 cm groß, wird in Köln für Furore sorgen.

Denn Vater und Mutter sind die ersten Eltern überhaupt, die ihr Kind nach dem „Rhein“ benannt haben! Auch aus Dankbarkeit gegenüber den Kölnern…

Opa ist „schuld“

Als EXPRESS Familie Hibo – Mutter, Vater und zwei Kinder – am Samstagmittag am Deutzer Ufer trifft, herrscht graue Rhein-Idylle.

Der Fluss fließt stoisch-ruhig vor sich hin. Und Rhein, das Baby, liegt da noch seelenruhig in seinem Kinderwagen und schläft. „Er kann aber auch – wie sein Namensgeber – stürmisch und wild sein“, lacht Mutter Eriselda (28). 

Aber wie sind die albanischen Eltern, die erst seit sieben Monaten in Köln leben, überhaupt auf diese verrückte Namens-Idee gekommen?

„Wir leben hier in einer Flüchtlingsunterkunft. Am liebsten sind wir draußen unterwegs und unser Lieblingsplatz ist am Rhein“, berichtet der Vater (36).

Rhein Urkunde

Auf der Geburtsurkunde steht der Name schwarz auf weiß.

Foto:

Udo Gottschalk

Das habe auch der Großvater gewusst, der Geograph und Historiker sei, in Albanien lebe und schon immer ein Herz für Deutschland gehabt habe. „Wir haben großen Respekt vor ihm und ich wollte, dass er den Namen wählt. Wir lieben diesen Namen und hätten ihn selbst genommen.“

Dürfen die Hibos in Deutschland bleiben?

Auch Bruder Ithan (5) ist stolz auf den Neugeborenen mit dem besonderen Namen.

„Im Kindergarten erzählt er gerne, dass er der Bruder vom Rhein ist“, so Eriselda. Die ganze Familie mag Deutschland schon lange. Rheins Papa heißt Gerd (albanisch: Gerdi). „Mein Vater hat mich nach Gerd Müller benannt“, lacht er.

Gerne würde die Familie länger in Köln bleiben, sie haben sich merklich in die Stadt verliebt. Doch da Albanien als sicheres Herkunftsland gilt, ist das fraglich.

Gerd Hibo ist auf der Suche nach einem Job, um bleiben zu können. „Ich würde jede Arbeit machen, um meine Familie zu ernähren“, sagt er.

„Wir sind unendlich dankbar für alles, was Köln und die Menschen hier für uns tun. Auch wenn wir nicht hierbleiben sollten, haben wir immer etwas, dass uns an die Zeit hier erinnert. Unseren Sohn.“  

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