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Übergriffe auf Ausländer: Polizei: Rechte, Türsteher und Rocker kontrolliert

Polizei Michael Temme

Einsatzleiter Michael Temme von der Kölner Polizei.

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dpa

Köln -

Nach den Angriffen auf Ausländer in der Kölner Innenstadt am Sonntag hat die Kölner Polizei am Mittag eine erste Bilanz gezogen.

Nach ersten Erkenntnissen hatten sich in den Facebook-Gruppen "Altstadt-Spaziergang", "Block 4" und "Armlänge" zahlreiche gewaltbereite Personen verabredet, um gemeinsam Jagd auf Ausländer zu machen. Dabei kam es laut Kripo-Chef Norbert Wagner zu insgesamt vier Übergriffen mit insgesamt sechs zum Teil schwer verletzten Personen.

Der Polizeieinsatz dauerte von 16.30 bis kurz nach 0 Uhr. Im Zuge des Einsatzes wurden gut 150 Personen kontrolliert, vier in Gewahrsam genommen und 199 Platzverweise erteilt.

13 polizeibekannte Personen konnten der rechten Szene zugeordnet werden, 18 weitere der Kölner Türsteher-Szene und dem Rotlichtmilieu. Zwei weitere stammen laut Polizei aus dem näheren Umfeld der Hells Angels.

Verstärkte Kontrollen am HBF und in der Altstadt

Einsatzleiter Michael Temme versicherte, dass die Polizei ab sofort mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die Gewalttäter vorgehen werde. „Wir werden den Tätern die Grenzen aufzeigen“, erklärte Temme.

Als Sofortmaßnahme werde ab heute eine Hundertschaft am Hauptbahnhof und in der Altstadt unterwegs sein, um dort ein Auge auf die Lage zu haben und ggf. einzuschreiten. Diese Kräfte könnten je nach Bedarf innerhalb kürzester Zeit aufgestockt werden.

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