Köln
Alle Nachrichten aus Köln und Umland - News, Nachtleben, Prominente, Skandale.

Empfehlen | Drucken | Kontakt

Über 100 000 Euro Verlust: "Meine Bank trieb mich fast in den Ruin"

Von
Andreas E. musste für sein Vertrauen bitter zahlen.
Andreas E. musste für sein Vertrauen bitter zahlen.
Foto: Zehner
Brühl –  

Andreas E. wollte sein Erspartes sicher bei der Bank anlegen – doch die überredete ihn im Jahr 2000 stattdessen zu einem Darlehen von über 400000 Mark. Nach zwölf Jahren wurde ihm dann der Kreditvertrag gekündigt. Statt Zinserträgen gab es für ihn über 100 000 Euro Verlust.

Er ist ein einfacher Arbeiter, seine Frau arbeitet als Putzfrau, zu Hause hat er zwei kleine Kinder und gerade ein Haus gebaut, dass er abzahlen muss. Das ist die Situation, in der Andreas E. (51) im Jahr 2000 zu seiner Bank kommt, um 30000 Mark Erspartes sicher anzulegen.

Offenbar zu wenig für den Bankberater. Dieser riet ihm zu einem Kredit, um damit zu spekulieren. „Der Berater meinte, dass sich das mit kleinen Summen nicht lohnt, und machte den Vorschlag, die Bank in Wertpapiere investieren zu lassen und dafür ein Darlehen im Wert von 400 000 Mark aufzunehmen.“

E. verdiente damals monatlich gerade mal netto 1732 Mark. „Meine Frau war sehr skeptisch. Doch der Berater sagte, das Geschäft würde fünf bis sechs Prozent Rendite bringen, sich damit quasi selbst finanzieren und noch Gewinn für uns abwerfen. Ich habe ihm vertraut und unterschrieben.“

Heute ärgert sich der 51-Jährige über seine Leichtgläubigkeit. Denn das Geschäft trudelte in die Verlustzone. Immer wieder beschwichtigte der Berater: „Er sagte, das würde sich erholen.“ E. vertraute ihm, verlängerte den Kreditvertrag. Dann sollte er eine Grundschuld auf sein Haus aufnehmen. „Das ging mir zu weit. Ich hatte Angst, alles zu verlieren und weigerte mich.“ Darauf kündigte die Bank den Vertrag – und E. stand vor „dem Ruin“.

Aus Angst um sein Haus zahlte er 105 500 Euro mit Hilfe eines Kredits einer anderen Bank zurück. Er würde gerne klagen, doch dafür fehlt ihm jetzt das Geld: „Das war Betrug. Ich will wenigstens einen Teil meines Verlustes zurück.“ In vergleichbaren Fällen haben Gerichte durchaus zu Ungunsten der Banken entschieden. Die Bank wollte sich auf Anfrage des EXPRESS nicht zu dem Fall äußern.

Weitere Meldungen aus dem Bereich Köln
Die Polizei sucht nach Zeugen.
Beute im Wert von 300.000 Euro
Top-Gastronom (40) in Hahnwald-Villa ausgeraubt

Überfall im Kölner Villenviertel: Ein 40-jähriger Top-Gastronom ist am späten Mittwochabend in seinem Haus im Hahnwald ausgeraubt worden.

Maik (Name geändert) will anonym bleiben. Seine Mütze musste er sich selber kaufen. Die von der Behörde gestellte Kopfdeckung taugte nämlich nichts.
"Mein Berufstraum ist geplatzt"
Nach Hooligan-Einsatz: Polizist (19) packt aus

Polizeianwärter Maik (Name geändert) war im Einsatz bei den Hooligan-Krawallen am Sonntag. Der Tag wurde zum Trauma. Jetzt erwägt er, den Dienst quittieren.

Ein Arzt hat gelbe Scheine für Patienten ausgestellt, die es gar nicht gab - die Krankenkasse zahlte und erlitt einen hohen Schaden.
Krankenkassen-Betrug im großen Stil
Kölner Arzt stellte gelbe Scheine für „Phantome“ aus - Kassen zahlten sechsstellig!

Am Dienstag hat die Kripo insgesamt 40 Wohnungen in Köln und Umgebung durchsucht. Dabei wurde unter anderem ein Arzt festgenommen, der gelbe Scheine für "Phantome" ausgestellt hat.

Anzeigen




Umfrage

Der FC hat sein Karnevalstrikot präsentiert! Gefällt euch das neue Outfit?

Kinoprogramm
Alle Neustarts diese Woche: Alle Filme von heute:
FACEBOOK
EXPRESS.DE on Facebook
KVB
Köln-Galerien
Unser Veedel
EXPRESS E-Book Mordakte Rheinland
Ausbildung und Beruf
News aus Köln
Alle Videos