Die Stadt tritt auf die Lärmbremse, für andere ist es die Spaßbremse. Zur Fußball-WM will Köln die südafrikanischen Tröten „Vuvuzelas“ verbieten. Die Blasinstrumente seien einfach zu laut.
Das bestätigte der Chef des Ordnungsamtes, Robert Kilp, auf Anfrage des EXPRESS.
Das Tröt-Verbot trifft Zehntausende Fußball-Fans besonders, die die Spiele vor der Lanxess-Arena im Freien verfolgen wollen. Kilp: „Wir werden dem Veranstalter des Public Viewing zur Auflage machen, dass der Sicherheitsdienst die Tröten bereits an den Eingängen einkassiert.“
Mit dem Platzverbot für die Afro-Tröten kommt die Stadt einer Empfehlung des Landes nach. NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) begründet den Vuvuzela-Erlass so: „Die hiervon ausgehende Gehörgefährdung für andere Besucher und das mögliche Übertönen von Notfalldurchsagen sprechen sehr deutlich gegen eine Benutzung in Menschenmengen.“
Auch bei den WM-Übertragungen in Biergärten, auf Plätzen oder am Aachener Weiher gelten klare Spielregeln. Robert Kilp: „Alle Geräte, die der Lärmerzeugung dienen, sind grundsätzlich nicht erlaubt.“ Das gelte besonders für Druckluft-Fanfaren, Hupen – und eben Vuvuzelas.
Der Ordnungsdienst werde während der WM unterwegs sein. Ab 22 Uhr (Nachtruhe) ist eh Schluss mit lustig. Ziel sei es aber nicht, Lärm-Knöllchen (35 Euro) zu schreiben, sondern auf die Einhaltung der Spielregeln zu achten.
Die Stadt Köln greift durch: Bei der Fußball-WM sind die südafrikanischen Signalhörner „Vuvuzela“ nicht erlaubt. Wer damit zu den Public Viewings geht, muss die lautstarken Krachmacher am Eingang abgeben.
Grund: Drohende Hörschäden und die Gefahr, das Notfalldurchsagen nicht gehört werden.
In Bonn, so erfuhr der EXPRESS, ist ein solches Verbot, das vom NRW-Umweltministerium empfohlen wird, nicht vorgesehen. Veranstalter Harder: „Ich weiß davon nichts.“
Der Begriff Vuvuzela stammt aus der Bantusprache und heißt „Lärm machen“. Stimmt!
Hier ein kleiner Lärm-Atlas:
Düsenjet 150 Dezibel
Vuvuzela 120
Kettensäge 110,
Disco-Lautsprecher 100,
vorbeifahrender Zug 80,
Hauptverkehrsstraße 75,
Staubsauger 70,
Streitgespräch mit der Ehefrau oder -mann 60,
Flüstern 30
Bei 120 Dezibel befindet sich die Schmerzgrenze.
Wie ist Ihre Meinung zu dem Thema? Diskutieren Sie auf www.facebook.com/express.de oder hier direkt unter dem Artikel!
Dittsches Imbiss-Kumpel oben ohne in Köln
Man kennt ihn als Imbiss-Ingo, der in Dittsches Stammlokal hinter der Theke steht, doch EXPRESS traf den Rheinländer einmal privat. Am Ort hatte sich dabei aber nicht viel geändert.
Stromausfall: Person aus Fahrstuhl gerettet
Eine Störung in einem Umspannwerk in der Wöhlerstraße hat am Freitagabend zu einem Stromausfall im Kölner Westen geführt. Die Feuerwehr musste eine Person aus einem Fahrstuhl befreien.
Großer Abschied für einen großen Kölner
Hunderte erwiesen Norbert Burger die letzte Ehre. Sechs Rote Funken trugen Burgers Sarg zu seiner letzten Ruhestätte.