Tragischer Feuertod bei klirrender Kälte: In der Nacht zu Freitag ist im Deutzer Hafen ein Obdachloser verbrannt. Erst am Morgen entdeckten seine Kumpel die verkohlte Leiche.
Eine schreckliche Vorstellung: Vermutlich haben die beiden Osteuropäer Krzysztof (38) und Konstantin (43) die halbe Nacht neben dem verbrannten Chiu (47) geschlafen und im Alkoholrausch nichts davon mitbekommen.
„Morgens sahen wir plötzlich, dass er tot war. Wir haben erst bei der Disco „Essigfabrik“ die Security-Leute um Hilfe gebeten. Aber die haben uns weggeschickt. Dann sind wir zur Wache in Deutz gelaufen“, sagt Konstantin.
Ein Polizeisprecher: „Wir sind sofort hin gefahren und haben die Leiche unter einer Laderampe neben den Gleisen entdeckt. Sie war so verbrannt, dass selbst das Gesicht nicht mehr zu erkennen war. Den Rest müssen die Ermittlungen und die Obduktion zeigen.“
Dann wissen die Beamten auch, ob der Mann durch eine Rauchvergiftung starb oder bei lebendigem Leibe verbrannte. „Er hatte sich Kerzen mit in seinen Schlafplatz genommen, um sich zu wärmen“, sagte Krzysztof. Auch laut Polizei spricht vieles dafür, dass der Mann eingeschlafen war und die Flammen auf Matratze und Schlafsack übergriffen.
Fremdverschulden wird ausgeschlossen. Laut Wetterdienst lag die Temperatur in der Nacht bei knapp minus 15 Grad. Ein Wert, der für viele Menschen ohne warmen Schlafplatz lebensbedrohlich sein kann.
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