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Tote Lea Sophie (2) Mord-Anklage gegen Stiefvater Patrik L. (23)

Franziskas Lebensgefährte Patrik L. schlug Lea den Schädel ein.

Franziskas Lebensgefährte Patrik L. schlug Lea den Schädel ein.

Foto:

Repro: Jocham Lizenz

Köln -

Die kleine Lea Sophie (2) - bald wird ihr Tod gesühnt. Einen Monat nach der Beerdigung des Mädchens hat der Staatsanwalt Mord-Anklage gegen den Stiefvater erhoben. Auch die Mutter soll in Haft.

Aus nichtigem Anlass soll Patrik L. (23) auf das Kind seiner Lebensgefährtin eingeschlagen haben – mit der bloßen Faust. Nur, weil Lea Sophie ein Spielzeug beschädigte! Staatsanwalt Elmar Köstner (38) sieht das Mordmerkmal „niedere Beweggründe“ als gegeben an.

Die grausame Tat spielte sich kurz vor Weihnachten in einer Hochhauswohnung in Chorweiler ab. Lea Sophie lebte nach der Attacke noch, erlitt aber schwere Kopfverletzungen. Doch niemand rief den Notarzt. Mutter Franziska M. (20) soll die Wunden des Kleinkinds mit Kühlpacks versorgt haben.

Dem Staatsanwalt reicht diese halbherzige Hilfe nicht. Köstner erhob auch Anklage gegen die Mutter. Der Vorwurf hier: Totschlag durch Unterlassen. Strafverschärfend könnte sich auch das Verhalten nach der Tat auswirken.

Als Lea Sophie tot war, packten Stiefvater und Mutter sie in einen Trolley, legten die Leiche im Gebüsch ab. Dann meldeten sie das Kind noch als vermisst!

Ihm droht lebenslänglich Knast, ihr drohen bis zu zehn Jahre Haft. Da sie als Heranwachsende gilt, wird der Prozess vor der Jugendkammer des Landgerichts stattfinden.