Köln, eine lange, eine große Erfolgsgeschichte: Von der vor mehr als 2000 Jahren gegründeten römischen Provinz zur Ideenschmiede und Wirtschaftsmetropole. Ihre Bürger haben sie erdacht und ertüftelt – die unzähligen Knüller aus Kölle. Nachlesen, welche Rolle die Kölner Wirtschaft einnimmt, lässt sich im Buch „Kleine Illustrierte Wirtschaftsgeschichte der Stadt Köln“ (Bachem Verlag, 199 S., 19.95 €).
Gläser und Keramik aus römischer Zeit. Schwerter, und Textilien aus dem Mittelalter - Kölns Geschichte hat viel zu bieten. Aufbruchsstimmung kam noch mal im 19. und 20. Jahrhundert auf.
Ob der Kauf der „Kölnischen Zeitung“ durch die Druckerei Schauberg 1802 oder die 1839 eröffnete Hustenbonbon-Produktion durch Franz Stollwerck, die 1860 um Schokolade erweitert wurde: Die Liste der Unternehmen ist lang.
Zypen & Charlier zum Beispiel bauten ab 1845 in Deutz Eisenbahnwaggons. Auf ihrem Gelände wurde 1895 eine Probestrecke für eine Schwebebahn aufgebaut. Erfinder war Eugen Langen – umgesetzt wurde seine Idee mit der Schwebebahn in Wuppertal. Mit Nicolaus August Otto gründete Langen 1864 die Motorenfabrik A. Otto & Cie aus der 1872 die Gasmotorenfabrik Deutz AG hervorging.
1897 eröffnete Cornelius Stüssgen Deutschlands erste „Konsumanstalt“ auf 40 Quadratmetern in Ehrenfeld, 1932 wurde die erste Kraftwagenstraße Deutschlands zwischen Köln und Bonn eröffnet, acht Jahre später die Großmarkthalle an der Bonner Straße. Nach dem Krieg baute Klöckner-Humboldt-Deutz wieder Traktoren und Motoren, Ford nahm 1945 die Produktion wieder auf.
Eins machen die Autoren Dr. Christian Hillen, Dr. Peter Rothenhöfer und Dr. Ulrich S. Soenius auch klar: „Ohne den Verkehrsweg Rhein wär’s nix geworden mit Köln!“
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