Köln - Dieser Mann ist wirklich unbelehrbar. Amine A. (27), der Todesfahrer von Mülheim, bedroht jetzt sogar seinen Richter.
Amine A., der mit seinem 500er Mercedes in Mülheim den Rentner Johann K. totfuhr, muss sich in Kürze vor Richter Dr. Wolfgang Hilgert verantworten. Die Anklage lautet auf fahrlässige Tötung, gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und Fahrerflucht (Az. 617 LS 25/08).
Doch der mutmaßliche Täter fühlt sich offenbar obenauf. Zu seiner Bewährungshelferin sagte er jetzt: „Ich gehe in Europa in keinen Knast. Bevor ich das mache, werde ich mich wehren. Diejenigen, die das machen, müssen dran glauben. Das soll man auch dem Herrn Dr. Hilgert ausrichten.“
Der Richter kennt Amine A. aus einem früheren Verfahren. Da hatte der PS-Rambo wegen schweren Raubes zweieinhalb Jahre Knast bekommen.Im Berufungsverfahren wurde das Hilgert-Urteil im Strafmaß zugunsten von Amine abgemildert. Anderthalb Jahre auf Bewährung.
Doch bei der Staatsanwaltschaft studierte man die Bewährungsauflagen genau. Amine hat sich „straffrei zu führen“, steht darin. Das hat er nicht getan. Diesen Verstoß gegen die Auflagen begründen nach Meinung von Dr. Hilgert einen Bewährungswiderruf.
Folge: Amine bekam eine Ladung zum Strafantritt.Weil er der Ladung nicht Folge leisten wollte, beantragte die Staatsanwaltschaft Haftbefehl. Und Hilgert sorgte dafür, dass Amine erst einmal von der Straße gefischt wurde. Mittwochabend nahmen Polizeibeamte Amine A. in seiner Wohnung an der Subbelrather Straße fest. Jetzt brummt er erst einmal die Strafe für den schweren Raub ab.
Amine A.’s Kripo-Akte ist so dick wie ein Telefonbuch. „Ich weiß, dass ich in der Vergangenheit viel Mist gebaut habe“, sagte er noch vor wenigen Wochen dem EXPRESS. Daraus gelernt hat er nichts.Wurde von Amine bedroht: Amtsrichter Dr. Wolfgang Hilgert.
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