Ein widerlicher Tierhasser treibt derzeit in Niehl sein Unwesen. Er legt Bratwürstchen aus – mit Rattengift verseucht! Mehrere Tiere sind schon qualvoll verendet. Vor allem Hundehalter im Veedel haben große Angst um ihre Vierbeiner.
Einem Tier beim Sterben zu schauen und dabei hilflos zuzusehen, ist für einen Tierfreund das Schlimmste. Genau das hat Hundebesitzerin Anna Chmiel durchgemacht: Nachdem sie von einem Spaziergang mit ihren zwei Hunden Leo und Emily zurück zu ihrem Haus nach Niehl kam, hörte sie eine Katze jaulen.
Nach nicht mal fünf Minuten sei es schon zu spät gewesen: Blut sei aus der Nase und dem Mund der toten Katze getreten. Chmiel: „Das war kein natürlicher Tod. Vor kurzem wurden schon zwei Hunde vergiftet, ein Hase lag ebenfalls tot auf der Hundewiese.“
Einer der vergifteten Hunde gehörte Heidrun Barth (61). Der Tierarzt stellte Rattengift als Todesursache fest. „Ich habe präparierte Bratwürstchen am Niehler Damm gefunden. Wer sowas ablegt, kann ja nicht ganz sauber sein“, sagt die Halterin wütend.
Anna Chmiel und ihr Lebensgefährte Marco Degen (29) haben seit den Vorfällen Angst um ihre eigenen Hunde. „Unserm Jack-Russel-Dackel-Mischling Leo haben wir extra einen Maulkorb gekauft.“ Auch gehen sie mit den Hunden nicht mehr ihre gewöhnliche Strecke am Niehler Damm sondern einen anderen Weg.
Bisher fehlt von dem irren Niehler Tierhasser jede Spur. Polizeisprecher Christoph Gilles rät : Wer tote Tiere oder Köder entdeckt oder Verdächtige beobachtet, die Köder im Gebüsch auslegen, solle sofort die Polizei alarmieren.
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