Empfehlen | Drucken | Kontakt11.03.2010 - 10:28 Uhr

Geld weg, Jobs weg, Filialen weg: Tiefrote Zahlen bei der Sparkasse Köln-Bonn

Von VOLKER ROTERS
Sparkassen-Vorstand Artur Grzesiek (54) präsentierte am Mittwoch in seinem Institut an der Hahnenstraße tiefrote Zahlen.
Sparkassen-Vorstand Artur Grzesiek (54) präsentierte am Mittwoch in seinem Institut an der Hahnenstraße tiefrote Zahlen.
Foto: Alexander Schwaiger
Köln –  

Die Sparkasse Köln-Bonn kommt aus den negativen Schlagzeilen nicht heraus. Tief rot sind die Zahlen, die Sparkassen-Vorstand Artur Grzesiek (56) Mittwoch mit einem freundlichen Lächeln auf dem Jahrespressegespräch des größten rheinischen Geldinstituts präsentierte.

Das Geschäftsjahr 2009 schloss die Sparkasse mit einem dicken Verlust ab – ein Fehlbetrag von 113,1 Millionen Euro steht in den Büchern. Damit verfehlte sie ihr Ziel deutlich, nach drei Jahren mit Verlusten wieder ein zumindest ausgeglichenes Ergebnis zu zeigen.

„Das ist keine schöne Zahl, da gibt es nichts zu beschönigen“, so Grzesiek. Ein Jahr zuvor hatte die zweitgrößte deutsche Sparkasse noch 198 Millionen Euro Verlust erwirtschaftet. Im nächsten Jahr ist eine „schwarze Null“ das Ziel.

Deshalb will der Sparkassen-Boss jetzt rigoros sparen. Und Filialen schließen. 22 Geschäftsstellen werden aufgelöst, an einigen bleiben Geldautomaten stehen. Auch bei den Stellen soll es harte Einschnitte geben. Bis 2014 sollen 1.000 Stellen wegfallen. Im Jahr 2007 waren noch 3.943 Menschen bei der Sparkasse beschäftigt. 2014 sollen es nur noch 2980 Stellen sein. Grzesiek schloss aber betriebsbedingte Kündigungen aus.

Woran der hohe Verlust liegt, ist klar: Die Sparkasse hat sich vor allem mit Beteiligungen verspekuliert. „Solange ich hier zu sagen habe, wird es keine riskanten Beteiligungen mehr geben“, so der Vorstand.

Beraterverträge kommen auf den Prüfstand: „Wenn keine Gegenleistungen erbracht wurden, fordern wir Geld zurück“, so Grzesiek. Gegen Ex-Bürgermeister Jupp Müller und Ex-Vorstand Gustav Adolf Schröder hat die Sparkasse im Dezember Klagen beim Kölner Landgericht eingereicht. Zu Ermittlungen gegen Prof. Rolf Bietmann wollte er sich nicht äußern.
Obendrein musste die Sparkasse die wackelige WestLB stützen. Sie muss mit 53 Millionen Euro für die Verluste der Landesbank einstehen.

Weitere Meldungen aus dem Bereich Köln
Platz 22: Überholspur? Wachten! Kajuja-Präses, Radio-Köln-Moderator, eine eigene Agentur, die kölsche Promis ins  Licht setzt: Lukas Wachten (32) ist ohne Frage als Junior-Klüngler auf der Überholspur und um stolze  zehn Plätze geklettert. Bands pflegen ohnehin einen guten Kontakt zu ihm, schließlich will sich jeder im Radio hören. Er hat es drauf, sich so diplomatisch wie möglich durch das Dickicht der Fettnäpfchen  zu steuern.
Mächtig Jeck, Teil 3
Die Rangliste des Kölner Karnevals: Plätze 22 bis 11

Die Rangliste spitzt sich zu. Nachdem wir in den letzten beiden Teilen bis Rang 23 vorgerückt sind, gibt es nun die Platzierungen 22 bis 11.

Scherbenberge auf der Zülpicher Straße: Durch das Glasflaschenverbot soll das verhindert werden.
Gericht hat entschieden
Innenstadt-Glasverbot zu Karneval ist rechtens

Auch in diesem Jahr gilt das Flaschenverbot zu Karneval in der Kölner Innenstadt. Ein Gericht hat die Regelung jetzt für rechtens erklärt.

Die gefährlichen Attacken sind nicht nachvollziehbar, und doch wurden es im Jahr 2011 wieder mehr.
Flughafen Köln/Bonn
Dritter bei Laserattacken

Die Zahl der gefährlichen Attacken mit Laser-Pointern nimmt immer mehr zu – auch am Airport Köln/Bonn. Allein 20 Angriffe gab es hier im letzten Jahr.

Köln
Anzeigen






DIE NEUE FACEBOOK-SEITE
EXPRESS.DE on Facebook
Kinoprogramm
Alle Neustarts diese Woche: Alle Filme von heute:
Veranstaltungssuche
 

Ina Müller

23. März 2012,
König-Pilsener-ARENA

 

 

Zeit

Heute
Morgen
Dieses Wochenende

Kategorie

Konzerte & Nachtleben
Kunst & Schauspiel
Gesellschaft & Freizeit
 
Toplinks - (Anzeige)
Köln-Galerien
News aus Köln
Alle Videos
Unternehmen im Rheinland
Poldi-Wagen