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Thomas II.: Jetzt spricht der Prinz: „In Köln muss sich etwas ändern“

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Prinz Thomas II. (Elster): Er hält seine Reden auf Kölsch, begeistert mit seiner Art die Jecken in der Stadt. Aber er verschließt auch nicht die Augen vor Problemen.

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Klaus Michels

Köln -

Sie tragen ihre Heimatstadt im Herzen, begeistern die Jecken durch ihre tolerante und herzliche Art. Sie sind klasse Botschafter für Köln – machen sich aber als Privatmenschen Sorgen über die Zustände rund um den Dom.

Am Montag besuchten Prinz Thomas II., Bauer Anton und Jungfrau Johanna die EXPRESS-Redaktion.

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Jungfrau Johanna, Prinz Thomas II. und Bauer Anton zu Besuch beim EXPRESS.

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Klaus Michels EXPRESS Koeln

Locker, fröhlich und gelöst beantwortete das Trifolium die Fragen der EXPRESS-Leser. Doch als die Sprache auf die Silvester-Übergriffe kam, da wurde Regent Thomas (52) sehr nachdenklich.

„In Köln muss sich etwas ändern, das kann die Polizei ja alleine gar nicht schaffen“, erklärte er seine Sicht auf die Ereignisse am Hauptbahnhof.

Und er hatte auch ein Beispiel aus dem privaten Umfeld parat. Er berichtete von einer Schlägerei am Samstag, als Karnevalisten angegangen wurden: „Zum Schluss wurde den Jungs sogar gegen den Kopf getreten.“

Sein Standpunkt: „Da muss die Legislative einschreiten, so etwas geht doch überhaupt nicht. Leute, die anderen Menschen gegen den Kopf treten, haben hier nichts zu suchen.“

Die Tollität aus der Südstadt machte klar: „Als Prinz möchte ich um Himmels willen keine Politik betreiben. Aber auch ich mache mir Sorgen, wie es weitergehen kann.“

Er berichtete von einem „Aggressionspotenzial, das es vor 30 Jahren nicht gegeben hat. Wir sehen jeden Abend bei unseren Fahrten durch Köln das gleiche Bild: Irgendwelche Banden warten nur darauf, dass sie Ärger machen können.“

Heimatliebe

Weil er seine Heimat so liebt, möchte er in einer lebens- und liebenswerten Stadt wohnen. „Wir sind früher auf den Ringen feiern gegangen, konnten zu Fuß vom Chlodwigplatz zum Kaiser-Wilhelm-Ring laufen. Heute läufst du Gefahr, keine zehn Meter zu schaffen, ohne dass was passiert, Schlägereien oder Raubüberfälle.“

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Das Dreigestirn stand Lesern und unseren Redakteuren Rede und Antwort.

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Klaus Michels

Privat habe er deshalb aus dieser Situation seine Rückschlüsse bereits gezogen. „Wenn meine Frau eine Sitzung besucht, lasse ich sie nicht mit dem Taxi fahren, sondern sorge dafür, dass Bekannte sie direkt nach Hause bringen.“

Prinz Klartext – er hat „sein Köln“ aber natürlich nicht aufgegeben. „Es gibt genügend gute Menschen, die dazu beitragen, dass Köln ein tolles Gefühl ist und bleibt.“

Und er und seine beiden Dreigestirns-Kollegen wollen in dieser Session dazu beitragen, dass der Karneval bleibt, wie er ist: fröhlich! „Ich bin mir sicher: Wir werden gemeinsam ein sicheres und tolles Fest feiern!“ 

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