Ihr Feinde heißen Kopfnoten, verkürzte Schulzeit, Studiengebühren und Bachelor-Studium.
Rund 5000 Studenten aller Fakultäten und Gymnasiasten zogen Dienstag durch Köln, demonstrierten gegen das „desolate Bildungssystem“. Der ständig wachsende Protestzug begann auf dem Campus am Albertus-Magnus-Platz, ging über die Ringe in die Südstadt, sammelte an sieben Gymnasien Schüler ein und endete schließlich mit einer Abschlusskundgebung am Kölner Dom.
„Bei uns fallen Lampen von der Decke, es stehen Eimer zum Regenwasser auffangen herum, Kabel hängen aus den Wänden“, kritisiert Patrick Schnepper vom Allgemeinen Studierenden Ausschuss (AStA) die Zustände an der Uni.
Hauptkritikpunkt der Studenten: Die Campus-Maut. Pro Semester müssen sie 500 Euro Studiengebühr berappen, dazu kommen Semesterbeiträge und Studententicket.
Auch das Turbostudium mit Bachelor-Anschluss bringt Probleme: Zu viele Wochenstunden, zu viele Klausuren, dazu die Nebenjobs. „Ich kenne viele, die leiden schon an Burnout“, sagt einer der Demonstranten. Gegen 14.30 Uhr löste sich der Protestzug wieder auf. „Die Demo verlief lautstark, aber friedlich“, so die Bilanz der Polizei.
Auch in Bonn protestierten die Studenten - hier lesen ›
Die Proteste in Düsseldorf waren weitestgehend verhalten - hier lesen ›
Dittsches Imbiss-Kumpel oben ohne in Köln
Man kennt ihn als Imbiss-Ingo, der in Dittsches Stammlokal hinter der Theke steht, doch EXPRESS traf den Rheinländer einmal privat. Am Ort hatte sich dabei aber nicht viel geändert.
Stromausfall: Person aus Fahrstuhl gerettet
Eine Störung in einem Umspannwerk in der Wöhlerstraße hat am Freitagabend zu einem Stromausfall im Kölner Westen geführt. Die Feuerwehr musste eine Person aus einem Fahrstuhl befreien.
Großer Abschied für einen großen Kölner
Hunderte erwiesen Norbert Burger die letzte Ehre. Sechs Rote Funken trugen Burgers Sarg zu seiner letzten Ruhestätte.