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Empfehlen | Drucken | Kontakt 20.12.2012 - 20:48 Uhr

Stadt gibt nach: Millowitsch bekommt seinen Platz

Der Platz zwischen Gertruden-, Aposteln- und Breite Straße soll den Namen des Volksschauspielers Willy Millowitsch tragen. Links: Die Ladenzeile u. a. mit dem American Fitness Shop. Die Geschäftsleute wollen ihre Firmenadresse nicht ändern.
Der Platz zwischen Gertruden-, Aposteln- und Breite Straße soll den Namen des Volksschauspielers Willy Millowitsch tragen. Links: Die Ladenzeile u. a. mit dem American Fitness Shop. Die Geschäftsleute wollen ihre Firmenadresse nicht ändern.
Foto: Uwe Weiser
Köln –  

Na also! Nach einem monatelangen Gezerre hat die Stadtverwaltung jetzt den Widerstand gegen die Umbenennung des Platzes an der Breite Straße aufgegeben. Der Willy-Millowitsch-Platz kann kommen!

Der grüne Bezirksbürgermeister Andreas Hupke ist erleichtert: „Ein schöneres Weihnachtsgeschenk hätte es nicht geben können.“ Das zuständige Liegenschaftsamt habe ihm versichert, dem Wunsch der Bezirksvertreter nun doch nachzukommen.

Die Politiker wollten den großen Volksschauspieler Willy Millowitsch (1909-1999) ehren, indem sie den Platz an der Gertruden- und Breite Straße nach ihm benennen. Doch prompt legten Bedenkenträger bei der Stadt ihr Veto ein.

So berichtete EXPRESS am Montag über das Gezerre um den Willy-Millowitsch-Platz.
So berichtete EXPRESS am Montag über das Gezerre um den Willy-Millowitsch-Platz.

Sie sahen darin einen Verstoß gegen amtliche Richtlinien. Demnach müsse ein durchgehender Straßenzug einen einheitlichen Namen haben. Es ginge nicht, dass die Breite Straße durch das Einfügen des Willy-Platzes unterbrochen werde. Basta!

Hupke war über die Posse derart sauer, dass er mit dem Gang vor das Verwaltungsgericht gedroht hat. Diese Peinlichkeit bleibt Köln erspart. Im Januar können die Bezirksvertreter den Willy-Millowitsch-Platz formal beschließen.

Ist erleichtert: Peter Millowitsch.
Ist erleichtert: Peter Millowitsch.
Foto: ZIK

Auch Willys Sohn Peter (63) ist erleichtert: „Dieses Gezerre um den Platz war unwürdig. Ich freue mich sehr über diese Entscheidung, ein richtiges Weihnachtsgeschenk. Und wenn es soweit ist, werde ich mir auf dem Willy-Millowitsch-Platz ganz bestimmt einen Kaffee gönnen.“

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