Wie ein Adler kreist der Polizeihubschrauber im Tiefflug über dem Rhein, lässt sich bis zum Bauch in die Fluten fallen, gabelt sein „Opfer“ auf und zieht es behutsam an Land. Menschenleben gerettet!
Der Rheinkilometer 706 zwischen Hitdorf und Langel. Genau dort, wo Ende Oktober ein Taxi in den Strom stürzte und der Fahrer und sein Gast fast ertrunken wären, probte die Polizeifliegerstaffel am Mittwoch den Ernstfall.
Ein lebensgefährliches Training, für ein eventuelles Unglück waren sicherheitshalber neben Ärzten sogar Seelsorger vor Ort: „Da ist absolute Höchstleistung gefragt“, erzählt Heli-Cop Polly Schumacher (40): „Die Maschine taucht mit den Kufen in die Strömung, der Rotor peitscht die Wellen auf, die Orientierung fällt schwer. Dann ist beim Schwebeflug auch noch auf der linken Seite das Übergewicht durch Retter und Opfer auszugleichen – mit dem Steuerknüppel echte Millimeterarbeit.“
Damit alle Piloten dieses Szenario beherrschen, sprangen immer wieder Taucher vom Schlauchboot in den Strom und ließen sich dann auf der Kufe Richtung Ufer ziehen. Parallel trainierten die Piloten die Bergung per Seilwinde: Ein Taucher wird angeleint ins Wasser gelassen, er fixiert das Opfer und lässt sich an Deck hochziehen.
60 Menschen sind 2009 in NRW ertrunken. Oft kommt leider jede Hilfe zu spät.
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