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Spätes Vater-Sohn-Glück: Papa Herren: „Ich bin wieder stolz auf Willi“

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Vater-Sohn-Spaziergang durch  Dünnwald. Der Papa: „Willi gibt mir heute Kraft. Früher hat er mir viel davon gekostet.“
Vater-Sohn-Spaziergang durch Dünnwald. Der Papa: „Willi gibt mir heute Kraft. Früher hat er mir viel davon gekostet.“
Foto: Uwe Weiser
Köln –  

Meine Herren! Wir sehen „Lindenstraßen“-Star Willi Herren (37) beim Spaziergang in Dünnwald. Im Arm hat er seinen „Pap“, Willi sen. Dass die zwei so vertraut miteinander umgehen, ist keine Selbstverständlichkeit. Denn Papa Herren hat viel durchstehen müssen.

„Wenn ich an Willis Drogenzeit denke, kommen mir noch heute die Tränen. Das war für uns alle eine harte Zeit“, erzählt der 77-Jährige. Er bemerkte die Probleme seines Sohnes zu spät. Willi jr.: „Papa hatte aber auch keine Chance. Als das mit den Drogen anfing, bin ich ihm immer mehr aus dem Weg gegangen.“

Der Schauspieler hatte bereits mit 17 Jahren seine eigene Wohnung auf der Kalker Hauptstraße bezogen. „Ich gab meinen Eltern immer was Geld. Sie dachten, ich gehe mit meiner Gage vernünftig um. Dass ich mit 16 eine Kreditkarte hatte, wussten sie nicht.“

Irgendwann brach Willis Lügengerüst zusammen. Eines Tages stand sein Vater vor der Tür. „Mir wurde alles klar. Im Milieu kannte ich mich gut aus, hab viele menschliche Wracks erlebt. Aber als ich meinen Willi sah, hab ich mich sehr erschrocken“, erinnert sich Papa Herren, der als Preisboxer, Maurer und Installateur sein Geld verdiente.

Willi musste in den Entzug. „Papa war sehr, sehr enttäuscht. Aber er hat mich jeden Tag in der Klinik auf der Bergisch Gladbacher Straße besucht. Das gab mir Mut“, so Herren, der jedoch häufig rückfällig wurde. Erst 2009 glückte die Therapie. „Papa machte mir unmissverständlich klar, dass es mein letzter Versuch war. Das fruchtete!“

Seitdem hat Papa Herren seinen Sohn wieder. „Wir haben viel nachzuholen“, so der Vater, der seinen Sohn überall hin begleitet. „Willi hat viel gelernt, geht jetzt demnächst in Schulen und erzählt über Suchtprobleme. Er setzt seine Karriere erfolgreich fort und ist selber ein guter Vater. Ich bin endlich wieder stolz auf ihn.“

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