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Sozialhilfe-Betrug: Kölner Salafist soll 214.000 € zahlen

Salafist: Ibrahim Abou-Nagie

Salafist: Ibrahim Abou-Nagie

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dapd

Köln -

Ihm wird einer der frechsten Fälle von Sozialhilfe-Betrug vorgeworfen: Während Salafistenprediger Ibrahim Abou-Nagie Koran-Übersetzungen drucken und bundesweit verteilen ließ, kassierte er für sich und seine Familie über Jahre Hartz IV.

Er muss sich auf eine saftige Rückforderung gefasst machen: 214.000 Euro will das Jobcenter zurück. Nach EXPRESS-Informationen soll der entsprechende „Rückforderungsbescheid“ in den nächsten Tagen an Ibrahim Abou-Nagie verschickt werden.

Dies aber an eine neue Adresse – denn der Salafistenprediger ist umgezogen. Er wohnt jetzt im Kölner Nordwesten in einem Haus, das luxuriöser sein soll als das bisherige Reihenmittelhaus in Pesch.

„Wir wundern uns, dass er sich jetzt etwas offenbar Teureres leisten kann, obwohl wir als Jobcenter alle Zahlungen eingestellt haben“, sagt ein Mitarbeiter der Behörde.

Das dürfte auch beim anstehenden Gerichtsverfahren bedeutsam werden. Nach EXPRESS-Informationen hat der Salafistenprediger auch gegen die Einstellung der Zahlungen keinen Widerspruch eingelegt – und so zum Ausdruck gebracht, dass er keinen Anspruch geltend macht.

Abou-Nagie fährt einen dicken Mercedes, der aber nicht auf ihn zugelassen ist. Außerdem wurden mehrere Konten entdeckt und eingefroren, auf die er Zugriff hatte.