KVB-Vorstand Walter Reinarz (51) ist bereit, einen Auflösungsvertrag zu unterschreiben. Das erfuhr EXPRESS aus Kreisen des Aufsichtsrates.
Das Gremium war am Mittwoch zu einer kurzfristig einberufenen Sondersitzung zusammengekommen.
Das Ergebnis: Aufsichtsratschef Wilfried Kuckelkorn (SPD) wurde beauftragt, mit Reinarz über einen Auflösungsvertrag zu verhandeln.
Nach EXPRESS-Informationen aus dem 20-köpfigen Gremium hatte Reinarz vorher erkennen lassen, einer Auflösung seines Vertrages unter bestimmten Bedingungen zustimmen zu wollen. Diese soll Kuckelkorn jetzt „einvernehmlich“ aushandeln, wie es heißt.
OB Jürgen Roters (SPD) hatte Reinarz zuvor bei der Gedenkveranstaltung erneut scharf angegriffen: „Der technische Vorstand hat mein Vertrauen verloren“, sagte der OB an den nicht anwesenden Reinarz gerichtet. „Er muss sich fragen, ob er noch das Vertrauen der Bevölkerung hat. Gehört zu einem Neuanfang nicht auch dazu, den Platz freizumachen?“
Dieser Rücktrittsforderung wird Reinarz nicht nachkommen, weil er dadurch auf sämtliche Gehalts- und Rentenansprüche verzichten würde.
Und dem Vernehmen nach sollen sich die zehn Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrates gegen eine Abberufung Reinarz' ausgesprochen haben, weil diese einer Schuldzuweisung gleichkomme.
Bei einer Abberufung hätte Reinarz Anspruch auf sein volles Gehalt bis zum regulären Ende seines Vertrages 2013. Danach müssten die KVB ihm jährlich rund 100.000 Euro Ruhegehalt zahlen.
Möglicherweise läuft es bei dem Auflösungsvertrag auf dieselben Modalitäten hinaus. Sowohl Reinarz als auch der Aufsichtsrat müssten dem Auflösungsvertrag zustimmen. Eine Entscheidung könnte bereits am kommenden Montag fallen.
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