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Silvia Furtwängler beim Iditarod: Eiserne Kölnerin: 1790 Kilometer durch Alaska

Die Kölnerin Silvia Furtwängler ist am Samstag beim härtesten Schlittenhunderennen der Welt in Alaska gestartet.

Die Kölnerin Silvia Furtwängler ist am Samstag beim härtesten Schlittenhunderennen der Welt in Alaska gestartet.

Foto:

dapd

Köln/Anchorage -

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Es wird ein Kampf gegen Schnee und Eis. Die einzigen, die Silvia Furtwängler in Alaskas Wildnis helfen können, das Ziel zu erreichen, sind ihre 14 Huskys. Seit Samstag ist die 50-Jährige mit 65 Konkurrenten auf dem Weg, der mindestens acht Tage dauert. Doch Härte ist ein Teil des bisherigen Lebens der Kölnerin aus Lindenthal.

Arktische Kälte beißt sich in die Haut, eisige Polarwinde fegen über das Eis. Der Iditarod ist eine Tortur für Mensch und Tier. Beim legendären Hundeschlittenrennen stürzt sich erstmals auch eine Deutsche in das einzigartige Abenteuer - und will der Macht der Natur trotzen.

„Die Psyche muss extrem belastbar sein, aber ich bin stark“, sagt Silvia Furtwängler entschlossen. Geboren wurde sie 1961 in Köln-Lindenthal. Zum Sport kam sie wegen ihrer Rückenprobleme. Der Arzt hatte ihr geraten, sich eine andere Sportart als Handball zu suchen. So kam sie zu ihrer Leidenschaft, den Hunden. Der Sport bestimmt ihr Leben. Deshalb zog sie vor einigen Jahren nach Rauland in Südnorwegen.

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Nun wird sie 1790 Kilometer durch Schnee- und Eiswüsten fahren, über Gebirgspässe und zugefrorene Flüsse. Musher, wie sich die Gespannführer nennen, und Tiere müssen zu einer Einheit verschmelzen, sonst bleiben sie auf der Strecke - allein. Dass der Ritt kein Familienurlaub wird, weiß die Extremsportlerin: „Ich habe großen Respekt vor der Natur.“ Aber Angst kennt sie nicht.

Kein Wunder bei ihrer Vergangenheit: Die 50-Jährige hat eine Tumor-Operation hinter sich und leidet an einer Autoimmunkrankheit. Eines ihrer Kinder starb vor der Geburt im Bauch, das jüngste Kind ist schwer behindert.

„Es hat schlimme Momente in meinem Leben gegeben, aber man darf sich nicht aufgeben. Genauso ist das in meinem Sport: Egal, was kommt, man findet immer eine Lösung und wächst mit den Herausforderungen“, sagt die 50-Jährige. 50000 Euro bekommt der Gewinner - doch nichts ist ihr wichtiger als der Sieg gegen sich selbst.