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Silvester-Schande von Köln: 30 Tatverdächtige: Wer sie sind, was ihnen vorgeworfen wird

Silvester-Nacht

Das Foto stammt aus der Silverstnacht und zeigt die vielen Menschen auf dem Vorplatz am Kölner Hauptbahnhof.

Foto:

dpa

Köln -

Vergewaltigung, Ladendiebstahl, Raub, Bedrohung, gefährliche Körperverletzung, Hehlerei, und, und, und – es ist eine Aufstellung, die große Sorgen macht. Fast alle Tatverdächtigen aus der Kölner Silvesternacht waren der Polizei schon durch vorherige Taten bekannt.

Wie Innenminister Ralf Jäger (54, SPD) in einem dem EXPRESS vorliegenden Bericht für die Sitzung des Innenausschusses am Donnerstag im Landtag bekannt gibt, hat die Ermittlungsgruppe „Neujahr“ (Stand 18. Januar, 15 Uhr) 30 Tatverdächtige ermittelt, von denen sieben in Haft säßen.

Gegen 26 lagen schon vorher polizeiliche Erkenntnisse vor

Über 26 (!) von ihnen lagen bereits vor der Nacht der Schande  „polizeiliche Erkenntnisse“ vor – mal „nur“ wegen Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetzes, oft aber auch wegen einschlägiger Delikte. Mindestens zwei Tatverdächtige, Algerier (20, 23), waren bereits im Vorfeld verurteilt worden.

Das Alter der mutmaßlichen Täter reicht von 16 bis 32. Der allergrößte Teil stammt aus Marokko (13)  und Algerien (12). Hinzu kommen ein Tunesier, ein Albaner, ein Iraner, ein Afghane und ein Mann aus Libyen.

Acht der Tatverdächtigen halten sich laut Innenministerium „illegal“ in Deutschland auf, zwei haben eine Aufenthaltsgenehmigung (darunter ein Vorbestrafter), drei Fälle sind noch ungeklärt, zwei 16-jährige Marokkaner sind als „unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ registriert, 15 als Asylbewerber. 

Allein elf kamen erst kurz vor Silvester nach Deutschland

Fast alle kamen im letzten Jahr nach Deutschland, allein elf wurden erst in den Wochen vor Silvester (ab September) registriert. Auffallend:  Die Orte der Erfassung liegen vom Münsterland bis nach Aachen quer über NRW verteilt.  In den wenigen Fällen wo die heutigen Wohnorte den Behörden bekannt sind, reichen sie von Dortmund über Fuldatal und Kerpen bis nach Karlsruhe.

Exklusiv im EXPRESS: Die Liste der 30 Tatverdächtigen - wer sie sind, was ihnen vorgeworfen wird und was die Polizei schon über sie wusste.