Köln - Großer Wirbel um 20 Quadratmeter. So groß ist die „Cruising Area“ bei der Colour-Party im Rahmen des CSD am Samstagabend in der Kölnarena - eine Sex-Zone, in der es richtig zur Sache gehen wird.
Schummeriges Licht, heiße Küsse, schnelle, anonyme Abenteuer: „Cruising areas“ (Kontakt-Areale) sind in vielen schwulen Clubs und Kneipen Standard. Und jetzt auch an so einem prominenten Ort wie der Kölnarena.
„Bei uns sind zwei Mails zu diesem Thema eingegangen - und diesen Hinweisen mussten wir nachgehen“, so Bernd Götting vom Ordnungsamt. „Wir haben mit dem Veranstalter und mit der Kölnarena gesprochen. Für uns ist wichtig, dass niemand dort zufällig landet und dass ausreichend Kondome ausliegen.“
Es geht natürlich auch um den Jugendschutz. Zur „Colour“-Party dürfen - mit schriftlicher Genehmigung ihrer Eltern - auch 16- und 17-Jährige.
So muss jeder, der in den Bereich im Clubraum West möchte, den Ausweis zücken. Dort hat Uwe Struck seit Freitag mittag gebaut und gezimmert. „Es gibt eine Lounge und den eigentlichen Cruising Bereich - mit Slings (Lederhängematten, d. Red.), Kabinen und Monitoren, auf denen Filme laufen.“
Ist das eigentlich nötig? Ja, sagen die Veranstalter. Eine große Tanz-Party ohne Cruising Bereich funktioniere nicht. „Man kann eine bestimmte Größe nur erreichen, wenn man es mit anbietet - das hat sich bei anderen Partys gezeigt, die eine Zeitlang darauf verzichtet haben“, weiß Veranstalter Matthias Eiting.
Und Bernd Götting ergänzt zum Thema Sex: „Man kann das bei so einer Veranstaltung nicht verhindern, dann ist es besser, wenn es kontrolliert abläuft.“
Was sagt die Kölnarena? „Das ist gängig und wir sehen keinen Grund, das nicht zu machen.“, so Sprecherin Monika Salchert. „Wir sind froh, dass am CSD-Samstag eine Tanzveranstaltung einer solchen Größe stattfinden kann, das steht einer Großstadt wie Köln gut zu Gesicht.“ Die Partymacher erwarten bis zu 8000 Gäste.
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