Köln - Seit zehn Jahren gehören Anja Laïs (40) und Andreas Grötzinger (34) zu den Stars im Schauspielhaus. „Aber so richtig angekommen bin ich erst im letzten Jahr“, erzählt Anja Laïs. „Da stand ich auf der Domplatte, es lief »Superjeilezick« und ich hatte Tränen in den Augen - und das, wo ich am Anfang Karnevalsverachterin war und immer in meine Heimat Berlin geflüchtet bin.“
In Köln haben sich die beiden kennengelernt und ineinander verliebt: Er sah sie nach dem Vorsprechen beim damaligen Schauspieldirektor Torsten Fischer abends auf der Bühne, sie sah ihn ein paar Monate später auf Rollerskates durch die Stadt flitzen - und beiden war klar: „Oh, das wird gefährlich.“
Aus der Gefahr wurde Liebe, aus dem Liebespaar wurden Eltern: Bengt ist fünf, Malin sieben - und beide sind schon Theaterfans. „Nach dem Liederabend »Erdbeerfelder« hat sie das wochenlang nachgespielt“, erzählt Andreas Grötzinger. „Aber dass die Mama den Papa in »Europa für Anfänger« anzündet, fand sie schrecklich - wir hatten vorher völlig vergessen, ihr das zu sagen.“
Ungewöhnliches Jubiläum: Wie ist das, als Paar zehn Jahre am selben Haus zu sein? Grötzinger: „Wir erleben nach Günter Krämer und Marc Günther mit Karin Beier hier die dritte Intendantin. Der erste Tag unter der neuen Intendanz ist komisch: Alle Kollegen sind weg, es sind nur neue da - das ist schon sehr speziell. Da alle neu sind, werden die Karten neu gemischt.“
Und wie fühlt man sich gemeinsam auf der Bühne? „Lustig, denn man spielt ja eine Figur und hat zu der anderen Figur einen ganz anderen Draht, als man den privat hat.“
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