Köln - 15 Jahre Knast, Option auf Sicherungsverwahrung.
Und jetzt kann der Siegburger Foltermörder Pascal I. (22) auch noch seine Schulkarriere vergessen: Weil er auf der JVA-Toilette heimlich Sex hatte.
Der Vorfall ereignete sich am 7. Mai, also genau einen Tag vor dem Mord-Urteil in Bonn. Pascal will in der JVA Ossendorf den Hauptschul-Abschluss machen.
Regelmäßig finden sich dazu zwölf Häftlinge und ein Lehrer in einem Klassenraum auf dem Klingelpütz-Gelände zusammen - und zwar aus dem Männer- und Frauentrakt. So auch am vergangenen Donnerstag.
Pascal nutzte nach EXPRESS-Informationen einen unbeobachteten Moment aus. Und schlich sich mit einer Gleichaltrigen aufs Klo. Dort soll es zum Oral-Verkehr gekommen sein. „Ein grober Regelverstoß“, wie JVA-Chef Michael Thewalt auf EXPRESS-Anfrage mitteilt. Konsequenz vom Anstaltsleiter: „Die Häftlinge wurden vom Schulbesuch ausgeschlossen.“
Dabei sollte Pascal I. schon nächsten Monat die Abschluss-Prüfung ablegen. Im Prozess vor dem Bonner Landgericht hatte er noch angekündigt, danach mit der Realschule beginnen zu wollen. Das wird er jetzt erst einmal vergessen können. Zwar darf er den Lehrstoff jetzt auf seiner Einzelzelle büffeln, erklären wird ihm den aber keiner mehr. Die Klausuren darf er aber trotzdem schreiben.
Wie konnte es überhaupt dazu kommen, dass Pascal unbemerkt der Aufseher den Raum verlassen konnte? „Das wird intern untersucht“, so der JVA-Chef. Denn bei Pascal I., der mit Mithäftlingen den Insassen Hermann H. (+18) im Jugendknast Siegburg gefoltert und erhängt hatte, bestehen strenge Sicherheitsauflagen.
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