Sie könnte noch leben. Gäbe es diesen verfluchten toten Winkel nicht. Weil junge Verkehrsteilnehmer wie Eva (17, Name geändert ) unter die Räder kamen, werden Kinder jetzt verstärkt über die Gefahr aufgeklärt.
Es geschah am 11. März, Eva kam von der Schule, fuhr mit dem Rad die Gleueler Straße stadtauswärts. An der Kreuzung Militärringstraße wollte der Sattelschlepper rechts abbiegen, übersah die Schülerin. Sie kam unter die Räder, war sofort tot. Noch einen Monat später stehen viele Blumen und Trauerkärtchen am Unglücksort.
Die Polizei ermittelt noch, ist sich aber sicher: Das Mädchen fuhr im toten Winkel, der Lkw-Fahrer konnte sie im Rückspiegel also nicht sehen. Das Problem: Spezielle Winkelspiegel, wie sie Lkw mittlerweile oft haben, sind nicht vorgeschrieben.
„Seit 2007 gab es sieben Unfälle mit tödlichem Ausgang, bei denen Radfahrer im toten Winkel fuhren“, so Helmut Simon, Leiter der Direktion Verkehr bei der Kölner Polizei. Dazu kommen 28 ähnlich gelagerte Abbiege-Unfälle mit Verletzten allein im Jahr 2010.
Zeit, dass sich was ändert, dachten sich Stadt, ADAC und Polizei. Verstärkt gehen sie nun in die Grundschulen, klären die Pänz über das Phänomen auf. So auch an der Gemeinschaftsgrundschule Garthestraße. Die Viertklässler lernten in Theorie und Praxis, wann sie nicht gesehen werden. Und dass sie im Zweifel lieber anhalten.
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